Trading-Psychologie: Warum Mindset über Erfolg und Verlust entscheidet
Die meisten Strategien scheitern an der Umsetzung. Ein Trading-Psychologe, der IFTA-Präsident und erfahrene Trader erzählen, wie Disziplin, Glück und Selbstbild ihre Entscheidungen prägen.
Die Folgen der Reihe
Ganze Reihe auf YouTube →Welche Regeln schützen Trader vor sich selbst?
Dr. Carmen Mayer liest keine Wirtschaftsnachrichten, nur Charts und Fundamentaldaten. Bei Corona ist sie an einem Paniktag ausgestiegen, am nächsten Tag drehte der Markt. Seitdem wartet sie in solchen Momenten zwei, drei Tage (ab 1:38:53). Stops setzt sie keine, aber keine Aktie darf mehr als 30 % verlieren.
Gregor Labahn beginnt jeden Morgen mit seiner MOMA-Checkliste (Me, Operations, Märkte, Account), gebaut nach dem Vorbild der Checklisten von Piloten. Die erste Frage gilt ihm selbst: Bin ich heute in der Lage zu traden? (ab 1:28:35). Auch Euphorie wertet er als Warnsignal.
Dr. Raimund Schriek hält Geld aus einem Glückstreffer für besonders gefährlich, weil es schnell wieder verspielt wird (ab 15:00). Nach einem plötzlichen Gewinn rät er zur Pause. Und wenn die Routine schleift, schließt er die Position und sucht erst die Ursache.
Max Schulz prüft nur am Wochenende, ob er sich an sein Regelwerk gehalten hat. Mit wachsendem Konto hat er sein Risiko von 2 % auf 0,3 bis 0,6 % pro Trade gesenkt und nennt das die schwierigste Phase (ab 1:02:13). Wieland Arlt sieht einen Stop-out als „das Nein des Marktes zu deiner Idee“ (ab 23:34).
Die Ansätze der Gäste
- Dr. Carmen Mayer: keine Wirtschaftsnachrichten, kein Stop-Loss, trotzdem eine feste Verlustgrenze pro Aktie.
- Wieland Arlt: 20 Jahre Börsenpsychologie, die Finanzkrise 2008/2009 als Wendepunkt und der Plan, Trading-Expertise zu zertifizieren.
- Gregor Labahn: wie ein ehemaliger UBS- und Berenberg-Trader mit seinem MOMA-System lernte, sich selbst aus dem Weg zu räumen.
- Dr. Raimund Schriek: warum Geld aus einem Glückstreffer besonders gefährlich ist.
- Max Schulz: COT-Daten, Rohstoff-Futures, Analyse nur einmal pro Woche. Und warum er nach der ersten Million in ein Motivationsloch fiel.






