[Bulle & Mensch]

Podcast-Gast · Folge 14

Robin Kömel

Robin Kömel handelt Rohstoff-Futures nach der Strategie seines Bruders Adrian und liest die Richtung aus dem wöchentlichen COT-Report der US-Behörden. Jede Regel prüft er in einer selbst programmierten Charting- und Backtesting-Software.

Robin Kömel, Trading-Weltmeister 2025Trading-Weltmeister 2025Track RecordWebsite

Über Robin Kömel

Robin Kömel ist Trading-Weltmeister 2025 und handelt systematisch Rohstoff- und Index-Futures, von Gold und Silber bis Weizen und Orangensaft. Er hat in Frankfurt Informatik studiert und als IT-Berater gearbeitet, bevor er nach dem Tod seines Bruders Adrian 2021 gemeinsam mit seiner Mutter Carola und seinem Kollegen Carsten das Familienunternehmen Suricate Trading übernahm.

So tradet Robin Kömel

Aus dem Gespräch in Folge 14 zusammengefasst. Jede Aussage ist mit der Stelle im Video belegt.

Märkte und Instrumente

Er handelt Futures und spezialisiert sich auf Rohstoffe wie Gold, Silber, Weizen oder Orangensaft. Wer mit weniger als etwa 20.000 Dollar startet, kann Rohstoffe laut ihm auch über ETFs oder Optionen handeln.

„Und Futures ist ein sehr faires Handelsprodukt. Deswegen habe ich mich darauf spezialisiert, insbesondere was Rohstoffe angeht.“

▶ Folge 14 · 6:13

Haltedauer

Ein Trade läuft im Schnitt über Monate, manchmal nur wenige Tage. Über alle Regeln kommt er auf etwa 50 Trades im Jahr.

„Dann sind wir durchschnittlich monatlang investiert, manchmal aber auch nur wenige Tage“

▶ Folge 14 · 42:38

Auswahl und Einstieg

Der COT-Report erscheint freitagabends. Am Wochenende sucht das Team darin in ein bis zwei Stunden Märkte mit auffälliger Positionierung der Produzenten, Konsumenten und Großspekulanten. Den Einstieg liefert eine starke Reaktion auf dem Tageschart, Charttechnik und Nachrichten spielen keine Rolle.

„Wir schauen uns dann ja in der Regel so eins bis zwei Stunden am Wochenende die Märkte an.“

▶ Folge 14 · 39:44

Portfolio und Positionsgröße

Eine feste Positionsgröße gibt es nicht. Sprechen die Daten für den Trade, etwa ein hohes Open Interest in einem überspekulierten Markt, erhöht er die Größe. Sprechen sie dagegen, bleibt die Position klein oder der Trade entfällt.

„Wenn die für meinen Trade sprechen, dann kann ich die Positionsgröße etwas erhöhen.“

▶ Folge 14 · 51:37

Risiko und Verkauf

Das Risiko richtet sich nach dem jeweiligen Markt statt nach einem festen Prozentsatz vom Konto. Aussteigen lässt er sich von den Daten, wenn die großen Marktteilnehmer gegen den Trend drehen. Ab einer gewissen Gewinnstrecke nimmt er Gewinne mit.

„Das heißt, unser Ausstieg ist da insbesondere von den Daten getrieben.“

▶ Folge 14 · 56:31

Fehler und was daraus wurde

In den ersten Monaten überhebelte er sich bei Trades, von denen er emotional überzeugt war. In seiner ersten Weltmeisterschaft schaute er ständig auf die Konkurrenz und wollte sie einholen.

„Und insbesondere meine ich damit halt, sich zu überhebeln. Das heißt, dass man zu stark in einen einzigen Trade investiert.“

▶ Folge 14 · 29:06

Umgang mit Verlusten

Mit einer Trefferquote von rund 41 Prozent gehören Verlustserien zur Strategie. Fünf Fehltrades in Folge sieht er als kurzen Weg nach unten. Den täglichen Kontostand blendet er aus.

„wenn jetzt auch mal fünf Trades hintereinander schief gehen, dann sehe ich das nur so, es ist nur ein kleiner Weg nach unten“

▶ Folge 14 · 27:39

Arbeitsweise und Werkzeuge

Die Umsetzung kostet ihn höchstens zwei bis drei Stunden pro Woche. Von Dienstag bis Freitag prüft er meist morgens rund zehn Minuten die Tagescharts. Die Trades gibt er von Hand ein, obwohl die eigene App eine Brokeranbindung hat.

„Also nur die reine Umsetzung von der Strategie, das braucht maximal für mich zwei bis drei Stunden pro Woche.“

▶ Folge 14 · 2:06:14

Bis zu 100.000 Backtests am Tag

Über vier Jahre programmierte er eine eigene Charting-Software mit Backtesting seit 2010. Sie wertet 50.000 bis 100.000 Parameterkombinationen pro Tag aus. Robust ist eine Regel für ihn nur, wenn auch die benachbarten Werte funktionieren.

„wir werten von solchen verschiedenen Zahlen oder solchen verschiedenen Strategien so die 50.000 bis 100.000 Strategien pro Tag aus“

▶ Folge 14 · 1:04:56

Doppelte Größe für die WM

Die Trading-WM 2025 gewann er mit 183 Prozent. Weil dort nur die Rendite zählt, handelte er die doppelte Positionsgröße. Im normalen Konto entspräche das etwa der Hälfte.

„dass wir bei dieser Weltmeisterschaft die doppelte Positionsgröße handeln, wie wir es normalerweise machen würden.“

▶ Folge 14 · 1:39:44

Das ganze Gespräch mit Kapiteln und Artikel: Folge 14 →

@FrankFilser
Super gutes Interview von Mario und Robin. Danke fuer das Machen dieses Interviews, welches inspiriert was moeglich ist. Spass und Persistenz!
@heuw7379
super interessant, sehr sympathisch, sehr diszipliniert, wieder viel gelernt 👍

Weitere Gäste

Alle Gäste →