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Was ist Daytrading?
Daytrading: Definition, Beispiele und wie Profis aus dem Podcast damit umgehen.
Kurz erklärt
Das Daytrading ist eine Form des Handels, bei der Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und wieder geschlossen werden. Über Nacht bleibt keine Position offen. Daytrader nutzen kleine Kursbewegungen in Minuten oder Stunden, meist mit Charttechnik und oft mit Hebel. Der Ansatz verlangt viel Zeit, strenge Disziplin und niedrige Handelskosten.
Daytrading: Definition und Erklärung
Beim Daytrading werden alle Positionen noch am selben Handelstag geschlossen. Der Trader trägt damit kein Risiko über Nacht, etwa durch Nachrichten nach Börsenschluss oder Kurslücken zur Eröffnung. Der Handel innerhalb eines Tages heißt auch Intraday-Handel.
Daytrader handeln meist liquide Märkte wie Index-Futures, Devisen, große Aktien oder Hebelprodukte wie CFDs. Die Haltedauer reicht von Sekunden bis zu wenigen Stunden. Sehr kurze Trades im Sekundenbereich nennt man Scalping.
Der Reiz liegt in der Geschwindigkeit: Jeden Tag gibt es neue Gelegenheiten. Die Kehrseite: Kosten fallen bei jedem Trade an, und Gebühren, Spreads und Slippage summieren sich bei vielen Trades schnell. Studien zu Privatanlegern zeigen seit Jahren, dass nur ein kleiner Teil der Daytrader dauerhaft profitabel ist.
Daytrading: so läuft ein Trade ab
Ein Daytrader legt vor Handelsbeginn fest, welche Märkte er beobachtet, wo er einsteigen will und wie viel er pro Trade riskiert. Gehandelt wird meist auf kurzen Zeiteinheiten wie dem 1-, 5- oder 15-Minuten-Chart.
Ein Beispiel mit dem Mini-DAX-Future (5 € pro Punkt):
| Einstieg long | 18.000 Punkte |
|---|---|
| Stop-Loss | 17.980 Punkte |
| Kursziel | 18.040 Punkte |
| Kontrakte | 2 |
| Risiko | 200 € |
| Möglicher Gewinn | 400 € vor Kosten |
Das Verhältnis von Chance zu Risiko liegt hier bei 2 zu 1. Wird weder Stopp noch Ziel erreicht, schließt der Trader die Position spätestens vor Handelsschluss.
Bei vielen Trades wirken die Kosten stark:
| Trades pro Tag | 10 |
|---|---|
| Kosten pro Trade | 10 € |
| Handelstage pro Jahr | 250 |
| Kosten pro Jahr | 25.000 € |
Daytrading in der Praxis
Daytrading ist eher ein Vollzeitjob als ein Nebenbei-Projekt. Wer tagsüber arbeitet, kann die Kurse kaum konsequent verfolgen und verpasst Einstiege oder Ausstiege.
Typische Regeln erfahrener Daytrader:
- ein festes Tagesverlustlimit, nach dem der Handel für den Tag endet,
- ein kleines Risiko pro Trade, oft unter 1 Prozent des Kontos,
- feste Handelszeiten, zum Beispiel die erste Stunde nach Börseneröffnung,
- ein Trading-Journal, um Fehler und Muster zu erkennen.
Weil jeder Trade Kosten verursacht, braucht ein Daytrader einen echten Vorteil, im Englischen Edge genannt. Viele Privatanleger wechseln nach ersten Erfahrungen zu längeren Haltedauern wie dem Swingtrading, weil es weniger Zeit und Nerven kostet.
Daytrading bei [Bulle & Mensch]
Viele Gäste bei [Bulle & Mensch] haben mit Daytrading angefangen und sind später davon weggegangen. Michael Pisnyachevskiy dachte anfangs, mehr Trades bringen mehr Gewinn, und hält das heute für einen Irrtum. Wieland Arlt betont, dass Daytrading Konsistenz verlangt: jeden Tag mehrere Stunden zur festen Zeit, sonst ist man im falschen Moment am falschen Markt. David Pieper hat tausende Stunden investiert und sagt, Daytrading verstärke die eigenen Schwachstellen.
Andere haben bewusst einen anderen Weg gewählt. Robin Kömel kommt mit rund 50 Trades pro Jahr aus, während Intraday-Händler so viele an einem Tag machen können. Uwe Jännert sagt von sich, er sei kein Daytrader, für ihn sei schon eine Woche sehr kurzfristig. Und Dr. Carmen Mayer wusste lange gar nicht, dass man alles innerhalb eines Tages handeln kann, weil sie immer nach Wachstum investiert hat.
💬 Was unsere Gäste über Daytrading sagen
Wörtliche Aussagen aus den Originalgesprächen von [Bulle & Mensch]. Sie geben die Sicht der jeweiligen Gesprächspartner wieder, nur Füllwörter wurden entfernt. Die Sprungmarke führt an die Stelle im Video.
Unterschiedliche Perspektiven
| Gast | Ansatz |
|---|---|
| Oliver Klemm | Nur wenige Stunden Handel am Vormittag |
| Dr. Carmen Mayer | Daytrading als ganz andere Welt |
| Robin Kömel | 50 Trades im Jahr statt 50 am Tag |
| David Pieper | Daytrading verstärkt die eigenen Schwachstellen |
| Uwe Jännert | Kein Daytrader: kurzfristig heißt eine Woche |
| Wieland Arlt | Daytrading verlangt tägliche Konsistenz |
| Michael Pisnyachevskiy | Irrtum: mehr Trades bringen mehr Gewinn |
Die Aussagen im Wortlaut
Nur wenige Stunden Handel am Vormittag
„Ich bin auch jetzt mit meinen fast 63 Jahren, bin ich nach 3-4 Stunden Handel mental gar nicht mehr in der Lage, Fokus zu haben. […] Mich interessiert außerhalb der Zeit auch überhaupt nicht, was der Markt macht, weil ich da nicht davon profitieren kann.“
Daytrading als ganz andere Welt
„Da waren so Männer und die haben Day Trading gemacht und damals kannte ich Day Trading noch gar nicht. Ich wusste nicht, dass man auch alles innerhalb eines Tages machen kann.“
50 Trades im Jahr statt 50 am Tag
„In unserer gesamten Strategie, wenn man alle Regeln zusammennimmt, haben wir nur so ungefähr 50 Trades pro Jahr. Das ist super wenig. Die meisten Leute, die vielleicht auch Intraday-Handel machen, also auch innerhalb des Tages handeln, die haben häufig mal 50 Trades pro Stunde oder pro Tag.“
Daytrading verstärkt die eigenen Schwachstellen
„Das Day Trading verstärkt im Grunde genommen deine Schwachstellen, weil du viel mehr Commissions hast, also Gebühren. Du musst viel öfter mental hin und her switchen und es kommt sehr stark auf eine saubere Execution an.“
Kein Daytrader: kurzfristig heißt eine Woche
„Ich bin nicht der Beste wenn es nach oben geht, […] weil ich kein Day Trader bin, sondern bei mir ein kurzfristiger Trade ist eine Woche und das ist schon wirklich sehr kurzfristig.“
Daytrading verlangt tägliche Konsistenz
„Wenn du sagst, mach mal ab und an Day-Trading, kannst du sicher sein, du bist zum falschen Moment, zu dem falschen Markt. Day-Trading ist etwas, was eine Konsistenz verlangt.“
Irrtum: mehr Trades bringen mehr Gewinn
„[…] Dass es dann bei mir später Day Trading geworden ist, das hat sich dann einfach so ergeben, aus vielleicht einer ursprünglich falschen Annahme, je mehr ich mache, desto mehr Profit werde ich auch generieren, das ist natürlich ganz falsch.“
🎙️ Folgen zum Thema Daytrading
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44 Jahre Daytrader: Diese Struktur rettet vor der EGO-Falle (Oliver Klemm) Oliver Klemm handelt heute an wenigen Vormittagen pro Woche und blendet den Markt außerhalb dieser Zeit bewusst aus. Zum Zitat ↑
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Mami schlägt den Markt: Wie sie in 7 Jahren Millionärin wurde (Carmen Mayer) Dr. Carmen Mayer erzählt, wie sie auf einer Börsenveranstaltung zum ersten Mal Daytradern begegnete, während sie selbst nach Wachstum investierte. Zum Zitat ↑
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+183% im Jahr: Die Strategie des Trading-Weltmeisters 2025 (Robin Kömel) Robin Kömel vergleicht seine regelbasierte Strategie mit nur rund 50 Trades pro Jahr mit der Taktung von Intraday-Händlern. Zum Zitat ↑
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37 Jahre Börse: Was dieser Profi nie vergessen hat Uwe Jännert war früher im Daytrading aktiv und handelt heute so, dass schon eine Woche Haltedauer für ihn sehr kurzfristig ist. Zum Zitat ↑
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Was dein Depot über dich verrät: 20 Jahre Börsenpsychologie (Wieland Arlt) Wieland Arlt hat als Daytrader angefangen und sagt, dass Daytrading nur mit festen täglichen Handelszeiten funktioniert. Zum Zitat ↑
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Warum 90% der Trader scheitern (und was er heute anders macht) Michael Pisnyachevskiy kam zum Daytrading, weil er glaubte, mehr Aktivität bringe mehr Gewinn, und hält das heute für falsch. Zum Zitat ↑
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- „Was sagen die Gäste über Daytrading?“
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