Folge 19 · Dr. Carmen Mayer

Mami ist Millionärin: Das System hinter dem 3 Millionen-Depot

Sie liest keine Wirtschaftsnachrichten, sie setzt keinen einzigen Stop-Loss - und begrenzt Verluste trotzdem konsequent auf 30 % pro Aktie.

Dr. Carmen Mayer hat 2017 mit 2.000 Euro und Long Calls angefangen, hochschwanger, ohne Vorwissen an der Börse. Heute handelt die promovierte Biochemikerin ein siebenstelliges Depot - ohne Nachrichten, ohne Indexfonds und ohne einen einzigen gesetzten Stop im Markt. Ihr Ansatz ist unbequem einfach: fünf Fundamentalkennzahlen, ein Chart, eine Ausstiegsgrenze im Kopf.

Dr. Carmen Mayer ist promovierte Biochemikerin, zweifache Mutter und handelt ein siebenstelliges Depot ausschließlich an den US-Märkten. Sie kombiniert fundamentale Auswahl mit technischer Chartanalyse - und unterrichtet denselben Ansatz seit 2020 in ihrem eigenen Coaching.

„Ich handle keinen MSCI World. Ich würde den auch nie kaufen. Man sieht auf den ersten Blick, dass es so viel Besseres gibt als den MSCI World."
– Dr. Carmen Mayer

🤖 Frag [Bulle & Mensch]

Was hat Dr. Carmen Mayer zu diesem Thema gesagt? Die KI durchsucht diese Folge und alle anderen nach ihren Original-Aussagen – mit Timestamp und Fundstelle.

Jetzt fragen

Bekomm die besten Denkweisen, Buchtipps & Systeme aus dem Podcast kompakt in dein Postfach. Kostenlos.

Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Mit dem Eintragen akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Eine Ausstiegsregel im Kopf statt Stops im Markt: „nie mehr als 30 % Verlust pro Aktie" - das ist der Satz, den sie sich an den Bildschirm kleben würde. Feste Stops nutzt sie selbst nicht („ich arbeite nicht mit Stops"), in der eigenen Ausbildung führt sie sie für Teilnehmer trotzdem ein.
  • Kein Index als Kerninvestment: Sie hält den MSCI World bewusst nicht - Outperformer mit starken Fundamentaldaten schlagen für sie den Durchschnitt.
  • Fünf Kennzahlen, zehn Jahre: Mit einem selbst entwickelten Excel-Tool prüft sie fünf fundamentale Kennzahlen über zehn Jahre, ergänzt um TradingView-Charts und die Finviz-Heatmap. Mehr Tools nutzt sie nicht.
  • Panik aushalten statt reagieren: An Crash-Tagen schaut sie zwei bis drei Tage bewusst nicht ins Depot: „Zwei, drei Tage killt unser Depot nicht."
  • Frauen vs. Männer im Coaching: Aus ihrer Erfahrung als Trainerin - Frauen halten sich stärker an Regeln, Männer lassen das Ego früher eingreifen und nehmen Gewinne zu früh mit.
  • Die Glasdecke ist real: Bei 100.000 Euro Depot eröffnete sie ein zweites Depot, nur um die sechsstellige Zahl nicht zu sehen. Erst mit dem wachsenden Unternehmen löste sich die Hürde.
  • KI als Sparringspartner, nicht als Entscheider: Die KI riet ihr, Outperformer stärker zu gewichten statt gleichzugewichten - das verbesserte ihre Performance. Rechnen lässt sie die KI nicht: „KI ist sehr auf Sicherheit bewusst."

Wie Carmen Mayer aus 2.000 Euro ein siebenstelliges Depot gemacht hat

Der Einstieg war kein Plan, sondern eine Konferenz: entspannte Männer, die von Optionen und Hebeln sprachen, während Carmen Mayer hochschwanger danebensaß. Ein Referent verkaufte ihr keinen Börsenbrief, sondern sagte ihr, sie solle es selbst lernen. Sie kaufte jedes Optionsbuch, das es gab, zeichnete Kurven auf ein Whiteboard in der Küche und handelte ihre ersten 2.000 Euro direkt im Echtgeldkonto - nur Long Calls, nur US-Werte. Der Corona-Crash 2020 war der erste echte Test: Sie ging komplett in Cash und kam im Juni zurück in den Markt. Danach kippte der Schwerpunkt: Weil Long Calls bei mehreren Millionen Depotvolumen an Liquiditätsgrenzen stoßen, hebelt sie heute über Margin und schreibt Stillhaltergeschäfte. Für den Doktortitel, den Bekannte für verschwendet hielten, hat sie eine eigene Antwort gefunden: „Mein Vermögen ist mein Proof."

Bekomm die besten Denkweisen, Buchtipps & Systeme aus dem Podcast kompakt in dein Postfach. Kostenlos.

Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Mit dem Eintragen akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

So funktioniert Carmen Mayers Outperformer-Strategie

Märkte/Assets: ausschließlich US-Aktien wegen der Liquidität, kein MSCI World, keine deutschen Werte als Kerninvestment; dazu Optionen (heute Stillhaltergeschäfte) und Margin-Hebel bei größerem Depot

Strategie: Swing-Ansatz ohne feste Haltedauer - Positionen laufen, solange sie halten; kein Day Trading

Auswahlprozess: (1) fünf Fundamentalkennzahlen über zehn Jahre im eigenen Excel-Tool, (2) Kurs- und Trendverlauf, (3) technische Chartanalyse in TradingView, (4) Finviz-Heatmap zur Marktorientierung

Edge: Gewinne laufen lassen statt früh zu ernten, plus konsequente emotionale Distanz zu Nachrichten

Risiko: keine gesetzten Stops, aber eine harte innere Grenze von maximal 30 % Verlust pro Aktie; früher zusätzlich die Regel, nie mehr als 30 % des Kapitals in gehebelte Optionen zu stecken

Ziele: 80 % Rendite als selbst gesetztes Jahresziel, danach ein achtstelliges Depot - das erklärte Endziel heißt Milliardärin

Carmen Mayer als Investorin: Glasdecken, Panik und Persönlichkeitsarbeit

Carmen Mayer redet über Zahlen so nüchtern wie über Bindungskurven im Labor - und über die eigene Psyche genauso offen. Die Glasdecke bei 100.000 Euro kennt sie aus erster Hand: Sie eröffnete ein zweites Depot, nur um die sechsstellige Zahl nicht sehen zu müssen. Der Panik-Tag Anfang August traf vor allem ihre Teilnehmerinnen; sie selbst schaut seither an solchen Tagen zwei bis drei Tage bewusst nicht ins Depot. Analyse allein reicht ihr dabei nicht: Sie arbeitet mit Coaches, Affirmationen und Glaubenssatz-Arbeit, weil aus ihrer Sicht die mentale Grenze früher greift als die handwerkliche. Und sie hält wenig davon, das schnell haben zu wollen.

„Und diese on demand Welt zerstört eigentlich unsere Entwicklung."

Wer ist Dr. Carmen Mayer?

2017 sitzt Carmen Mayer hochschwanger mit ihrer ersten Tochter in München und schaut sich Immobilienpreise an, die für ein Doppelverdiener-Paar nicht erreichbar sind. Sie liest „Rich Dad Poor Dad", fängt mit 2.000 Euro und Long Calls auf US-Aktien an und arbeitet sich nachts durch technische Analyse - mit Whiteboard, Stift und Kursen, die sie von Hand zeichnet. Auf einem Seminar fällt sie auf, weil sie Charts schneller liest als die Teilnehmer um sie herum; der Kursleiter sagt ihr, sie müsse selbst unterrichten. Im September 2019 startet sie ihren Podcast, im März 2020 verkauft sie beim Corona-Crash alles und steigt im Juni wieder ein. Ab 2020 baut sie ihr Coaching-Business auf. Letztes Jahr kauft sie das Haus am Starnberger See - sieben Jahre nach dem ursprünglichen Plan: „Mein Ziel, sieben Jahre später erreicht."

Bekomm die besten Denkweisen, Buchtipps & Systeme aus dem Podcast kompakt in dein Postfach. Kostenlos.

Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Mit dem Eintragen akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.