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Was ist das Risikomanagement?
Risikomanagement: Definition, Beispiele und wie Profis aus dem Podcast damit umgehen.
Kurz erklärt
Risikomanagement ist die Gesamtheit aller Regeln, mit denen Trader und Anleger Verluste begrenzen und ihr Kapital schützen. Dazu gehören vor allem Stop-Loss, Positionsgröße und Streuung. Ziel ist nicht, Verluste zu vermeiden, sondern sie so klein zu halten, dass auch eine längere Verlustserie das Depot nicht ernsthaft gefährdet.
Risikomanagement: Definition und Erklärung
Risikomanagement beschreibt alle Regeln, mit denen ein Trader oder Anleger festlegt, wie viel er verlieren darf und wie er Verluste begrenzt. Im Englischen spricht man von Risk Management, oft zusammen mit Money Management, also der Frage, wie viel Kapital in einen einzelnen Trade fließt.
Der Grund dafür ist eine einfache Rechnung: Verluste und Gewinne wirken nicht symmetrisch. Wer 50 Prozent verliert, braucht danach 100 Prozent Gewinn, um wieder beim Ausgangswert zu sein. Je tiefer der Rückgang, desto schwerer der Weg zurück.
Gutes Risikomanagement sorgt deshalb dafür, dass kein einzelner Fehler und keine Verlustserie das Depot aus dem Spiel nimmt. Es entscheidet nicht darüber, ob ein Trade gewinnt, sondern darüber, wie teuer ein Irrtum wird.
Risikomanagement im Trading: die Bausteine
Risikomanagement setzt auf mehreren Ebenen an. Die wichtigsten Bausteine greifen ineinander:
- Risiko pro Trade: ein fester Anteil des Depots, den ein einzelner Trade höchstens kosten darf, oft 0,5 bis 2 Prozent.
- Stop-Loss: die vorab festgelegte Marke, an der ein Trade beendet wird.
- Positionsgröße: die Stückzahl, die sich aus dem Risiko pro Trade und dem Abstand zum Stopp ergibt.
- Streuung: Obergrenzen für einzelne Positionen, Branchen oder Märkte, damit kein Klumpenrisiko entsteht.
- Gesamtrisiko: eine Grenze für alle offenen Positionen zusammen und für den maximalen Rückgang des Depots.
Wie stark das Risiko pro Trade wirkt, zeigt eine Serie von zehn Verlusten in Folge, jeweils gerechnet vom aktuellen Depotwert:
| Depot | 100.000 € |
|---|---|
| Risiko pro Trade | 1 % |
| Zehn Verluste in Folge | rund 9.560 € |
| Depot danach | rund 90.440 € |
Mit 5 Prozent Risiko pro Trade wären nach derselben Serie rund 40 Prozent des Depots weg. Um das wieder aufzuholen, bräuchte es danach einen Gewinn von rund 67 Prozent.
Risikomanagement in der Praxis
Im Alltag besteht Risikomanagement vor allem aus Regeln, die vor dem Einstieg feststehen. Verbreitet sind:
- ein festes Risiko pro Trade, zum Beispiel 1 Prozent des Depots,
- eine Obergrenze für das Gewicht einer einzelnen Aktie,
- ein maximaler Tages- oder Monatsverlust, nach dem eine Pause folgt,
- eine schriftliche Begründung für jeden Kauf, die auch festhält, wann die Idee nicht mehr stimmt.
Trader steuern ihr Risiko meist über Stopps und Positionsgröße. Langfristige Investoren arbeiten häufiger mit Gewichtung, Streuung und einer klaren Investment-These: Bricht die These, wird verkauft.
Der schwierigste Teil ist nicht die Rechnung, sondern die Disziplin. Viele Anleger beschäftigen sich erst nach einem großen Verlust ernsthaft mit dem Thema. Wer die eigenen Regeln in einem Trading-Journal festhält und regelmäßig überprüft, merkt früher, wenn er von ihnen abweicht.
Risikomanagement bei [Bulle & Mensch]
Kaum ein Thema taucht in den Gesprächen so oft auf wie Risikomanagement. Max Schulz nennt es das A und O und sieht darin das eigentliche Geschäft an der Börse. Gerd Ackermann rechnet mit 1 Prozent Risiko pro Trade, David Pieper sieht die Verantwortung allein beim Trader, und Oliver Klemm betont, dass man sich an die eigenen Regeln halten muss, um in jedem Fall zu überleben.
Die Umsetzung sieht dabei sehr unterschiedlich aus. Torsten Maus hält einen definierten Ausstieg für unverzichtbar, Uwe Jännert erinnert an die Mathematik hinter großen Verlusten. Till Schwalm setzt als langfristiger Investor keinen harten Stopp, sondern schreibt seine Investment-These auf und verkauft, wenn sie bricht.
🎙️ Folgen zum Thema Risikomanagement
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Die 368.000-Euro-Trader-Falle: Warum Oliver Klemm nie mehr gegen den Markt hält Oliver Klemm warnt davor, Verluste persönlich zu nehmen und aus Rache weiterzuhandeln, statt sich an die eigenen Risikoregeln zu halten. Zum Zitat ↓
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Wird künstliche Intelligenz bald besser investieren als wir? Till Schwalm arbeitet als langfristiger Investor ohne harten Stopp und verkauft, sobald seine schriftlich festgehaltene Investment-These nicht mehr stimmt. Zum Zitat ↓
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Mit Optionen 30-40 % Rendite erzielen - bei minimalem Verlustrisiko Gerd Ackermann begrenzt den Verlust pro Trade per Stop-Loss auf 1 Prozent des Depots, sodass ein Fehlschlag nie das ganze Depot gefährdet. Zum Zitat ↓
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Millionen mit Rohstoffen: Max Schulz' System mit nur einer Analyse pro Woche Max Schulz trennt zwischen Risikomanagement, das Verluste klein hält, und Geldmanagement, das Gewinne laufen lässt. Zum Zitat ↓
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Vom Bankanalysten zum Options-Stillhalter: Wie David Pieper mit technischer Analyse ein zweites Börseneinkommen aufbaut David Pieper widerspricht Anlegern, die Donald Trump für ihre Depotverluste verantwortlich machen: Für das Risiko ist jeder Trader selbst zuständig. Zum Zitat ↓
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Vom Hebelkönig zum defensiven Nebenwerte-Strategen: Wie Uwe Jännert 37 Jahre an der Börse überlebt hat Uwe Jännert erinnert daran, dass nach 50 Prozent Verlust 100 Prozent Gewinn nötig sind, um wieder auf den Ausgangswert zu kommen. Zum Zitat ↓
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Warum Torsten Maus 95 Prozent aller Kaufsignale konsequent ignoriert Torsten Maus hält eine Risikomanagement-Strategie mit festem Ausstiegspunkt für unverzichtbar, weil auch die beste Idee scheitern kann. Zum Zitat ↓
💬 Was unsere Gäste über Risikomanagement sagen
Wörtliche Aussagen aus den Originalgesprächen von [Bulle & Mensch]. Sie geben die Sicht der jeweiligen Gesprächspartner wieder, nur Füllwörter wurden entfernt. Die Sprungmarke führt an die Stelle im Video.
Unterschiedliche Perspektiven
| Gast | Ansatz |
|---|---|
| Oliver Klemm | An die Regeln halten, um zu überleben |
| Till Schwalm | Investment-These aufschreiben, bei Bruch verkaufen |
| Gerd Ackermann | 1 % Risiko pro Trade verhindert den Crash |
| Max Schulz | Risikomanagement begrenzt, Geldmanagement vermehrt |
| David Pieper | Verantwortung liegt beim Trader, nicht beim Markt |
| Uwe Jännert | Oberste Regel: kein Geld verlieren |
| Torsten Maus | Ohne definierten Ausstieg keine Strategie |
Die Aussagen im Wortlaut
An die Regeln halten, um zu überleben
„Du musst dich ganz klar an deine Regeln halten mit deinem Risikomanagement und muss dadurch wissen, dass du, egal was passiert, überlebst.“
Investment-These aufschreiben, bei Bruch verkaufen
„Mein Risikomanagement ist, dass ich das Unternehmen wirklich weiter begleite und monitoriere und ich meine Investment-These, wenn ich einsteige, aufschreibe. Und wenn die bricht, verkaufe ich.“
1 % Risiko pro Trade verhindert den Crash
„Mit einem vernünftigen Risikomanagement wirst du ja nicht gecrasht, egal wie du es machst […] es bleiben dir 99 % übrig, wenn dieser Trade jetzt gerade schief geht.“
Risikomanagement begrenzt, Geldmanagement vermehrt
„Risikomanagement sorgt dafür, dass wenn man falsch liegt, dass man wenig verliert. Und Geldmanagement sorgt dafür, dass wenn man richtig liegt, dass man mehr verdient.“
Verantwortung liegt beim Trader, nicht beim Markt
„Viele haben gesagt, der blöde Trump. Ich sage, stopp. Nein, nein. Fehler. […] Du bist als Trader fürs Risikomanagement zuständig. Heute ist es Trump, morgen Iran, sonstiges.“
Oberste Regel: kein Geld verlieren
„Das Wichtigste ist wirklich, du darfst kein Geld verlieren. Und ich sag's nochmal, wenn du 50 % verlierst, musst du 100 % gewinnen.“
Ohne definierten Ausstieg keine Strategie
„Man braucht auch immer ein Stop-Loss und eine Risikomanagement-Strategie beim Trading. Man kann die besten Ideen haben, aber wenn die Aktie das einfach nicht hergibt und die Aktie fällt, dann braucht man irgendwo einen definierten Stop-Loss.“
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- „Was sagen die Gäste über Risikomanagement?“
- „Wie geht Oliver Klemm mit Risikomanagement um?“
- „Welche Fehler machen Anleger beim Thema Risikomanagement?“
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