[Bulle & Mensch]
[Bulle & Mensch] Thema

Den eigenen Anlagestil finden: Wie Profis ihre Strategie wählen

Ein langfristiger Investor und ein Daytrader geben oft gegensätzliche Antworten, und beide haben recht, nur für ihren Anlagestil. Darum lohnt sich diese Frage früh: Wie lange willst du eine Aktie halten, und wonach willst du sie auswählen?

Neue Antworten und Folgen zu Den eigenen Anlagestil finden in deinem Konto

Dein Lernweg

4 Schritte

1. Die Anlagestile kennenlernen

Jeder Anlagestil hat zwei Seiten: wie lange du eine Aktie hältst und nach welcher Methode du auswählst. Die Übersicht zeigt, welche Gäste wie anlegen.

Alle Anlagestile im Überblick →

2. Ehrlich auf deine Zeit schauen

Langfristiges Investieren kommt mit wenigen Stunden pro Woche aus, Daytrading braucht feste Stunden am Bildschirm. Thomas Sparkojote kommt mit etwa einer Stunde am Tag aus, Wieland Arlt ist vom Daytrading auf längere Haltedauern umgestiegen, weil er viel reist.

Wie viel Zeit kostet dich dein Ansatz? → · Buy and Hold erklärt → · Swingtrading erklärt → · Daytrading erklärt →

3. Hören, wie Profis ihren Anlagestil gefunden haben

Kaum ein Gast hat mit seinem heutigen Anlagestil angefangen. Viele sind mit der Zeit ruhiger geworden und halten heute länger als früher.

Wie hast du deinen Stil gefunden? → · Hast du deinen Stil einmal gewechselt? →

4. Deinen Vorteil benennen

Ein Anlagestil trägt erst, wenn du sagen kannst, warum er funktioniert. Die Profis nennen ihren Vorteil sehr konkret.

Was ist dein Edge? → · Value Investing erklärt → · Dividende erklärt → · Trendfolge erklärt →

Was die Profis sagen

Wörtlich, mit Stelle im Video

Über jeder Antwort steht, wie der Gast anlegt. So siehst du, welche Antwort zu deinem Anlagestil passt.

Wie findest du deinen Stil an der Börse? So haben ihn die Profis gefunden

Daytrading · Charttechnik: Alles ausprobiert, dabei gefunden, was funktioniert

„Ich habe, wie gesagt, alles versucht. Und weil ich alles versucht habe, bin ich auf Dinge gekommen, die funktionieren. Und habe auch gelernt, dass nicht alles immer funktioniert.“
Oliver Klemm Folge 31: Die 368.000-Euro-Trader-Falle: Warum Oliver Klemm nie mehr gegen den Markt hält 1:15:50 auf YouTube

Swing-Trading · Charttechnik: Über Jahre verfeinert: Was passt zu mir?

„Aber im Großen und Ganzen verfeinert sich das immer mehr über die Zeit und zwar über das Ausprobieren. Was passt zu mir? Womit kann ich umgehen?“
Wieland Arlt Folge 7: Was dein Depot über dich verrät: Warum IFTA-Präsident Wieland Arlt Kontoauszügen nicht traut 41:19 auf YouTube

Swing-Trading · Trendfolge und Momentum: Playbook in den Osterferien, nur noch Setups, die funktioniert haben

„Ich hab dann in den Osterferien einfach mal ein Playbook geschrieben. […] Hab wieder geschaut, auf welche bei mir funktioniert haben, welche nicht. Das ist ja immer, man kommt auch der Persönlichkeit immer entgegen.“
Dirk Siebenhaar  Folge 15: Öffentlich traden als Disziplin-Trick: Wie Dirk Siebenhaar mit engen Stopps den MSCI World schlägt 57:52 auf YouTube

Alle 8 Antworten lesen →

Trading-Edge: Worin Profis ihren Vorteil sehen

Mittelfristig investieren · Nebenwerte und Sondersituationen: Freiheit und kleine Größe

„Ich glaube ich habe einen ganz großen Vorteil eben, dass ich mich nicht an Vorschriften der KAG halten muss. […] Aber ich mit meiner Größe kann dann eben auch noch Dinge bespielen, die für die zu klein sind.“
Uwe Jännert  Folge 8: Vom Hebelkönig zum defensiven Nebenwerte-Strategen: Wie Uwe Jännert 37 Jahre an der Börse überlebt hat 1:41:38 auf YouTube

Langfristig investieren · Nebenwerte und Sondersituationen: Tiefe Analyse unbeachteter Nebenwerte

„Die systematische Vorgehensweise ist eben ein Vorteil. Konzentration auf nicht beachtete Nebenwerte, die beiden Sachen und die Erfahrung, die ich mittlerweile gesammelt habe. […] Aber es ist mein Vorteil, dass ich eben mir Earnings Calls anhöre von vorne bis hinten, dass ich dann eben den Earnings Report durchlese“
Paul Pleus  Folge 12: +79,7% Rendite bei minimaler Vola: Das 40-Jahre-Börsensystem von Ex-Citibank-Direktor Paul Pleus 1:58:25 auf YouTube

Swing-Trading · Optionen und Derivate: Überteuerte Angst-Prämien

„Der Edge ist immer da und er muss auch bleiben. Also wir müssen uns nochmal das Versicherungsmodell vorstellen. Die Option, also wenn man jetzt speziell auf die [Puts] zum Beispiel geht, die Versicherung sozusagen, muss teurer sein und wird immer teurer sein im Schnitt […] weil eben die Nachfrage besteht.“
David Pieper Folge 10: Vom Bankanalysten zum Options-Stillhalter: Wie David Pieper mit technischer Analyse ein zweites Börseneinkommen aufbaut 2:17:19 auf YouTube

Alle 7 Antworten lesen →

Hast du deinen Stil einmal gewechselt? So haben die Profis umgestellt

Swing-Trading · Charttechnik: Vom stressigen Daytrading zu Einzelaktien

„Dann gab es eine Zeit lang, wo ich gesagt habe, gut, Day Trading ist mir viel zu stressig, keine Lust, ich will jetzt investieren. Dann habe ich ein Buch zum Thema Investieren gelesen, weil ich gesagt habe, gut, [MSCI World] ist mir zu langsam, ich möchte in Einzelaktien investieren.“
Michael Pisnyachevskiy Folge 1: Michael Pisnyachevskiy: Wie die Suche nach dem Heiligen Gral im Trading zur Suche nach einem echten Edge wurde 29:49 auf YouTube

Swing-Trading · Optionen und Derivate: Vom 1-Minuten-Chart zum Stillhalter, als der Sohn kam

„Dann habe ich auch gesagt, ich muss doch irgendwas anderes machen, ich kann doch hier nicht vor einem 1-Minuten-Chart sitzen, ein Zimmer weiter, ein kleines Kind und ich hocke hier vor einem 1-Minuten-Chart, das ist doch Quatsch.“
David Pieper Folge 10: Vom Bankanalysten zum Options-Stillhalter: Wie David Pieper mit technischer Analyse ein zweites Börseneinkommen aufbaut 1:04:47 auf YouTube

Mittelfristig investieren · Nebenwerte und Sondersituationen: Von Stundenkerzen und acht Monitoren zu Wochenkerzen

„Als ich noch früher im Handel war, waren es meistens Stundenkerzen, aber davon bin ich weg. Also wer das machen kann, chapeau. kann es nicht mehr, weil ich hatte damals acht Monitore, wo ich drauf geguckt habe und da wirst du bekloppt.“
Uwe Jännert  Folge 8: Vom Hebelkönig zum defensiven Nebenwerte-Strategen: Wie Uwe Jännert 37 Jahre an der Börse überlebt hat 1:28:42 auf YouTube

Alle 8 Antworten lesen →

Wie viel Zeit kostet die Börse? So viel investieren die Profis

Langfristig investieren · Value und Qualität: Gold, ETF, Immobilien: praktisch kein Zeitaufwand

„Mein Investitionsansatz hat auch den Vorteil, dass er überhaupt keine Zeit kostet. Wenn Sie das Gold nehmen, was ich erwähnt habe, 2004 gekauft, was habe ich gemacht seitdem? Nur öfters mal die Versicherungsumme vom Schließfach in der Bank nachgezogen.“
Dr. Dr. Rainer Zitelmann Folge 33: Aus 0 Euro wurden 4 Millionen: Wie Rainer Zitelmann gegen den Rat der Bank Vermögen aufbaute 1:47:53 auf YouTube

Swing-Trading · Optionen und Derivate: Ein, zwei Minuten am Tag für die Auswahl der Option

„Also ich brauche für die, sagen wir mal für die Auswahl der Option […] am Tag nicht länger wie ein, zwei Minuten. Also das, da ist der Computer einfach schneller.“
David Pieper Folge 10: Vom Bankanalysten zum Options-Stillhalter: Wie David Pieper mit technischer Analyse ein zweites Börseneinkommen aufbaut 2:08:19 auf YouTube

Mittelfristig investieren · Makro und Rohstoffe: Höchstens zwei bis drei Stunden pro Woche für die Umsetzung

„[…] unser System hat ja relativ wenig Zeitaufwand. Das heißt, das eigentliche Trading ist gar nicht viel. Also nur die reine Umsetzung von der Strategie, das braucht maximal für mich zwei bis drei Stunden pro Woche.“
Robin Kömel  Folge 14: Robin Kömel wurde Trading-Weltmeister 2025: So funktioniert sein Regelwerk aus COT-Daten und Backtesting 2:06:14 auf YouTube

Alle 9 Antworten lesen →

Von wem du hier lernst

Alle Anlagestile →

Begriffe zum Thema

Alle Begriffe →
Algorithmischer HandelDer algorithmische Handel ist das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren nach festen, programmierten Regeln. Ein Computerprogramm erkennt Signale und schickt Orders ganz oder teilweise automatisch an den Broker. Dazu gehören einfache Handelsroboter privater Trader genauso wie quantitative Modelle großer Fonds und der Hochfrequenzhandel.Erklärt mit Zitaten → Buy and HoldBuy and Hold ist eine Anlagestrategie, bei der Aktien oder ETFs gekauft und über viele Jahre gehalten werden, statt auf kurzfristige Kursbewegungen zu reagieren. Anleger sitzen Krisen und Kursrückgänge bewusst aus und setzen darauf, dass Unternehmensgewinne und Märkte langfristig wachsen. Für die Strategie sprechen geringe Kosten und Steuervorteile, die größte Hürde ist die Geduld in Crashs.Erklärt mit Zitaten → DaytradingDas Daytrading ist eine Form des Handels, bei der Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und wieder geschlossen werden. Über Nacht bleibt keine Position offen. Daytrader nutzen kleine Kursbewegungen in Minuten oder Stunden, meist mit Charttechnik und oft mit Hebel. Der Ansatz verlangt viel Zeit, strenge Disziplin und niedrige Handelskosten.Erklärt mit Zitaten → DividendeDie Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet. Über die Höhe entscheidet meist die Hauptversammlung auf Vorschlag des Managements. Setzt man die Dividende je Aktie ins Verhältnis zum Aktienkurs, erhält man die Dividendenrendite. Viele Anleger nutzen Dividenden als regelmäßiges, planbares Einkommen aus dem Depot, garantiert sind sie aber nicht.Erklärt mit Zitaten → EdgeEin Edge ist ein wiederholbarer Vorteil an der Börse, der dafür sorgt, dass eine Strategie über viele Trades hinweg mehr verdient, als sie verliert. Er kann aus Statistik, besseren Informationen, Geschwindigkeit oder Spezialwissen kommen. Ohne Edge bleibt nach Kosten auf Dauer meist ein Verlust, auch wenn einzelne Trades gut laufen.Erklärt mit Zitaten → MomentumAn der Börse ist das Momentum die Stärke und Richtung einer Kursbewegung über einen bestimmten Zeitraum. Momentum-Strategien kaufen Aktien, Indizes oder ETFs, die zuletzt besser gelaufen sind als andere, und meiden die schwachen. Dahinter steht die gut belegte Beobachtung, dass starke Kursentwicklungen oft noch eine Weile anhalten, bis der Trend dreht.Erklärt mit Zitaten → SparplanEin Sparplan ist eine Anlageform, bei der in festen Abständen, meist monatlich, ein gleichbleibender Betrag automatisch in ETFs, Aktien, Fonds oder andere Anlagen fließt. Anleger bauen so schrittweise Vermögen auf, ohne einen Einstiegszeitpunkt wählen zu müssen. Durch den festen Betrag kaufen sie bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile.Erklärt mit Zitaten → SwingtradingDas Swingtrading ist ein Handelsstil, bei dem Positionen einige Tage bis wenige Wochen gehalten werden, um mittelfristige Kursschwünge mitzunehmen. Es liegt zeitlich zwischen dem Daytrading, bei dem alles am selben Tag geschlossen wird, und dem Positionstrading über Monate. Swingtrader arbeiten meist mit Tages- und Wochencharts und festen Stopps.Erklärt mit Zitaten → TrendfolgeDie Trendfolge ist eine Handelsstrategie, die bestehenden Kursbewegungen folgt, statt sie vorherzusagen: Gekauft wird, was steigt, verkauft oder leerverkauft, was fällt. Verlustpositionen werden früh geschlossen, Gewinnpositionen möglichst lange gehalten. So können wenige große Trends viele kleine Fehlsignale ausgleichen, obwohl die Trefferquote oft unter 50 Prozent liegt.Erklärt mit Zitaten → Value InvestingValue Investing ist eine Anlagestrategie, bei der Anleger Aktien kaufen, die an der Börse weniger kosten, als das Unternehmen nach ihrer Einschätzung wert ist. Die Idee geht auf Benjamin Graham zurück und wurde durch Warren Buffett bekannt. Zentral sind der innere Wert, der Abstand zum Kurs als Sicherheitsmarge und ein langer Anlagehorizont.Erklärt mit Zitaten →

Weiterlernen

Weitere Themen

Alle Themen →