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Wie fängt man mit Börse an? So sind Profis eingestiegen
„Wie bist du zur Börse gekommen?“
Diese Frage stellt Mario Märzinger vielen Gästen. Hier sind die Antworten nebeneinander, wörtlich und mit Sprung an die Stelle im Video.
Marios Einordnung
Was fast alle gleich sagen
Fast alle haben früh und ohne Plan angefangen. Am Anfang stand kein Studium der Märkte, sondern ein Anstoß von außen: ein Familienmitglied, ein Börsenspiel, eine Zeitschrift oder eine Liste mit Tagesgewinnern. Das Wissen kam erst danach.
Wo sie sich unterscheiden
Der Auslöser ist verschieden. Bei Uwe Jännert und Hendrik Leber war Börse schon in der Familie da. Gregor Labahn sagt ausdrücklich, dass es bei ihm nicht aus der Familie kam. Paul Pleus und Dirk Siebenhaar sind über ein Börsenspiel eingestiegen, Wieland Arlt über die Aussicht auf 500 Prozent an einem Tag. Erik Wimmer und Marcel Urban haben gleich zu Beginn Geld verloren und sind gerade deshalb geblieben.
Was das für dich heißt
Wie du anfängst, entscheidet nicht, wo du landest. Viele der Gäste haben mit naiven Käufen, Spielgeld oder einem schnellen Verlust begonnen. Entscheidend war, dass sie danach verstehen wollten, was passiert ist. Was war dein Auslöser, und hast du seitdem wirklich gelernt oder nur gehandelt?
Die Antworten im Überblick
Wörtliche Aussagen aus den Originalgesprächen von [Bulle & Mensch]. Sie geben die Sicht der jeweiligen Gesprächspartner wieder, nur Füllwörter wurden entfernt. Ergänzungen in eckigen Klammern sind von der Redaktion.
| Gast | Kurz gesagt |
|---|---|
| Uwe Jännert | Erste Aktie mit 14 |
| Hendrik Leber | Der Vater erklärt alles |
| Robin Kömel | Über den Bruder |
| Paul Pleus | Ein Börsenspiel im Studium |
| Dirk Siebenhaar | Werbung in einer Zeitschrift |
| Max Schulz | Ein Professor als Vorbild |
| Wieland Arlt | 500 Prozent an einem Tag |
| Michael Pisnyachevskiy | Einfach auf Sell gedrückt |
| Gregor Labahn | Ohne Vorbild in der Familie |
| Erik Wimmer | Gleich die Hälfte verloren |
| Marcel Urban | Das Weihnachtsgeld in einer Woche |
| David Pieper | Mitten im Goldrausch |
Über die Familie
Erste Aktie mit 14
„Meine Eltern haben damals, als ich mein [Konfirmationsgeld] bekommen hatte, da war ich 14 Jahre alt, das war da 1988, habe ich praktisch meine erste effektive Aktie bekommen. […] meine Mutter war früher an der Bank gewesen und dadurch war das Thema Börse immer etwas, was von uns im Hause noch da war.“
Der Vater erklärt alles
„Meine erste Aktie gekauft vom Taschengeld. […] Ich konnte als Zehnjähriger kein eigenes Depot haben, das hat mein Vater da mitgeführt. […] hat mir alles erklärt, wie das technisch funktioniert.“
Über den Bruder
„Es war dann so, dass der Adrian, mein Bruder, hatte damals einen Praktikumsplatz gesucht. […] er hat das wirklich richtig gelebt mit einer riesengroßen Leidenschaft dahinter […] Und das war so mein erster Berührungspunkt praktisch mit dem Trading.“
Über Börsenspiel und Studium
Ein Börsenspiel im Studium
„Während des Studiums [fragte ein Kommilitone] dann, ob wir nicht auf so ein Börsenspiel mitmachen wollen. […] da war ich angefixt und da fing das Ganze für mich so ein bisschen an. […] dann irgendwann ist man natürlich auch eingestiegen und das ist natürlich ganz was anderes als mit Spielgeld oder auf dem Papier zu handeln“
Werbung in einer Zeitschrift
„2018 war ich irgendwo einkaufen und bekam eine Zeitschrift, eine Börsenzeitschrift in die Hand mit einer Werbung von, ja für ein Börsenspiel, ganz klassisch. Und dann bin ich nach Hause und habe gedacht aus Langeweile. Da gucke ich mal rein.“
Ein Professor als Vorbild
„Und der andere Professor, das war derjenige, der die strukturierte Finanzprodukte unterrichtet hat, das war quasi Trader […] war da sehr begeistert, das hat mich so bisschen mitgerissen“
Aus eigener Neugier
500 Prozent an einem Tag
„Auf der Finanzwebsite waren aufgelistet die 5 Top-Gewinner des Tages und die 5 Top-Verlierer des Tages. Was habe ich gesehen? 500%, 300%, 250 % Profit. […] Warum sitze ich denn hier und da vorne gibt es dann irgendwas, das 500 Prozent am Tag macht? Dann habe ich ziemlich schnell angefangen zu handeln.“
Einfach auf Sell gedrückt
„Vor allem der Sell Button hat mich irritiert […] zum Glück, während der Zeit wo ich verwirrt war, ist die Position dann in Plus [gerutscht] […] später habe ich dann gelernt, ja, das ist Leerverkauf“
Ohne Vorbild in der Familie
„Bei mir war an irgendeinem Punkt in meinem jungen Leben klar, ich will an die Börse […] Ich weiß, kann es gar nicht sagen, woher dieser Impuls kam. Er war nicht familiengetrieben.“
Mit einem frühen Verlust
Gleich die Hälfte verloren
„Das war auch der richtige Zeitpunkt zu sagen, jetzt versuche ich mich mal in den Börsenhandel. […] eingestiegen, gleich die Hälfte von Geld verloren. Das war zu dem Zeitpunkt nicht viel. Aber es hat mir dann doch der Reiz so gepackt, diesen Verlust dann wieder aufzuholen“
Das Weihnachtsgeld in einer Woche
„Ich war damals 16 Jahre alt und war grottenschlecht. […] habe dann auch das erste Mal dann binäre Optionen entdeckt, als ich 17 war und habe dann mein ganzes Weihnachtsgeld innerhalb von einer Woche an die Wand gefahren. Und da kam dann so ein gewisser Reiz, die Sache verstehen zu wollen.“
Mitten im Goldrausch
„Es waren die verrücktesten Zeiten, die man sich vorstellen kann. […] Also ein völliger Goldrausch. […] Ich habe dann irgendwie aus einem Börsenbrief tatsächlich eine Aktie gekauft, die hieß, entweder war es MetaBox oder war es Eskom. […] Die gibt es nicht mehr. Ganz klar, sind alle pleite gegangen.“
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