Seit 2020 baut Mirco Recksiek mit Bitcoin2Go eine der bekanntesten deutschsprachigen Krypto-Marken auf. Während 95 % der Krypto-Plattformen aus dem Hype-Jahr 2021 längst wieder verschwunden sind, ist bei ihm ein harter Kern langfristiger Investoren geblieben. In dieser Folge erklärt er, warum er trotz aller Volatilität überzeugt ist, wo für ihn die Grenze zur Anlageberatung verläuft - und warum seine eigene Bitcoin-Prognose deutlich nüchterner ausfällt, als es der Titel vermuten lässt.
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Was hat Mirco Recksiek zu diesem Thema gesagt? Die KI durchsucht diese Folge und alle anderen nach seinen Original-Aussagen – mit Timestamp und Fundstelle.
Jetzt fragenKapitel
- 00:00:00Einleitung: Wie Bitcoin2Go die 95-%-Ausfallquote der Krypto-Szene überlebte
- 00:02:50Der bereute Take: Wie die Terra-Luna-Aufklärung zur Werbe-Unterstellung wurde
- 00:06:03Zock oder Vermögensaufbau? Warum eine kleine Bitcoin-Position Pflicht ist
- 00:11:34Verantwortung: 1.000 Nachrichten am Tag und die Betrugsopfer
- 00:15:02Die Grenze zur Anlageberatung: „Ich sag euch, was ich mache"
- 00:20:23Das Thumbnail-Dilemma: Reichweite gegen Verantwortung
- 00:41:59Die Verbotsdebatte: Warum Bitcoin nicht mehr aufzuhalten ist
- 00:52:47Die Millionen-Dollar-Frage: Mircos eigene Bitcoin-Prognose
- 00:55:13Das Endgame: Bitcoin als digitales Gold neben den Goldreserven
- 00:58:22Altcoins: Warum 90 % der Coins bei Insidern liegen
- 01:03:38🔍 Frage zur Folge?
- 01:10:41Vom Teletext beim Opa zum Totalverlust mit 16
- 01:23:42Portfolio-Offenlegung: 50 % Bitcoin und 90 % Cash im Aktiendepot
- 01:52:11Kaufzone und K.-o.-Kriterium: Wann Mirco nachkauft und wann er aussteigt
- 02:00:12Fazit: Der einzige Fehler, den er wirklich bereut
Aufnahmedatum: 16.07.2026
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Die wichtigsten Erkenntnisse
- Bitcoin2Go entstand 2020 während der Pandemie aus dem Wunsch nach Unabhängigkeit - 95 % der Krypto-Plattformen aus dem Hype-Jahr 2021 sind seither wieder verschwunden.
- „Wenn Bitcoin nicht performt, performt kein Coin" - Altcoins folgen dem Bitcoin-Kurs, nicht umgekehrt.
- Schon eine kleine Position reicht: „Und wenn's nur eine kleine 3-5-%-Position ist, reicht das auch vollkommen aus, in die Richtung zu diversifizieren."
- Seine eigene Prognose ist deutlich nüchterner, als der Titel vermuten lässt: „Ich bin auch ehrlicherweise der Meinung, dass wir eine Million bei Bitcoin sehen werden, aber das wird noch ganz schön lang dauern."
- Aktuell 50 % Bitcoin im eigenen Krypto-Portfolio, im separaten Aktien-ETF-Depot dagegen 90 % Cash - ein defensiver Kontrast, der seine Erwartung eines Rücksetzers zeigt.
- Bis zu 1.000 Nachrichten am Tag im Bullenmarkt - jede wird persönlich beantwortet, teils per Sprachnachricht.
- Der einzige Take, den er wirklich bereut: Er informierte lediglich über Terra Luna, wurde danach aber fälschlich als Bewerber des Projekts wahrgenommen.
- Bei Altcoins ist er klar: Rund 90 % der Coins liegen laut seiner Einschätzung bei Insidern - „Altcoins zu kaufen, ist die Gier, danach schnelles Geld zu machen."
Wie Mirco Recksiek aus zwei Totalverlusten seine Bitcoin-Strategie entwickelt hat
Mirco Recksieks Weg zur Börse begann schon als Teenager: Sein Opa verfolgte Kurse über Teletext, und mit 16 Jahren investierte er sein Weihnachtsgeld nach einem Zeitschriften-Tipp - ein kurzer Höhenflug, dann der Totalverlust. Was er daraus mitgenommen hat, sagt er bis heute in jedem zweiten Video:
„Das Investieren lernt man nicht in der Schule, das lernt man nicht in der Uni, das lernt man nicht bei der Bank, das lernt man selbst."
Mit Bitcoin kam er 2016 eher zufällig in Kontakt, als er einer Kommilitonin bei einer Präsentation zum Thema helfen sollte - er investierte daraufhin 10.000 Euro. Es folgten Jahre als Blockchain-Berater und als Dozent für Tokenökonomie, bevor im Zyklus 2017/18 ein hoher Gewinn in einen Verlust umschlug, weil er sich auf eine starre Zielzahl statt auf eine klare Strategie verließ - derselbe Fehlertyp, den er sich aus dem Aktienmarkt eigentlich schon hätte abgewöhnen müssen. Aus dieser Erfahrung heraus gründete er 2020 während der Pandemie Bitcoin2Go, um unabhängig von jedem äußeren Einfluss seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Rückblickend bereut er nur einen einzigen Moment wirklich: Als er im Zuge des Terra-Luna-Crashs lediglich sachlich über das Projekt informierte, wurde ihm das fälschlich als Werbung dafür ausgelegt.
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So funktioniert Mircos Bitcoin-Kern-Satelliten-Strategie
Märkte/Assets: Eigenes Krypto-Portfolio mit klarer Bitcoin-Kernposition, ergänzt um eine Restposition Ethereum; separates Aktien-ETF-Depot über die eigene Holding; erst neu angelegte Musterdepots auf Parqet für Aktien und Krypto.
Strategie: Bitcoin als langfristige Kernposition, ergänzt um eine kleine Satelliten-Position von drei bis fünf Prozent für aktive Wetten - aktuell vor allem ein selbst gebauter „kleiner eigener KI-ETF" entlang der Chip-Lieferkette.
Edge: Versteht sich selbst als „Narrativ-Trader" - eine Story oder ein Trend ist der Ausgangspunkt einer aktiven Position, ergänzt um Fundamentaldaten, um die „schwarzen Schafe" auszusortieren; nutzt Claude als Sparringspartner für die Portfolioanalyse, bleibt dabei aber bewusst kritisch.
Entscheidungslogik: Aktuell 50 % Bitcoin und rund 1,5 % Ethereum im Krypto-Portfolio, der Rest Cash; im separaten Aktien-ETF-Depot dagegen 90 % Cash, Kernstück ist ein auf 36 Monate angelegter Sparplan in einen All-World-ETF, weil er in diesem Zeitraum weiter mit Verwerfungen rechnet.
Risiko: Keine Verkaufszonen nach oben, dafür eine klare Kaufzone für den letzten aktiven Nachkauf bei 40.000 bis 50.000 US-Dollar - und ein klares Ausstiegskriterium nach unten: „100 %ig, das ist ein K.O. Das ist ein K.O.-Kriterium für ein Asset."
Mirco Recksiek als Investor: Verantwortung, Fehler und Unabhängigkeit
Mirco Recksiek begegnet den Schwankungen seines Geschäfts mit einer auffallend optimistischen Grundhaltung: „Ich bin immer der Meinung, wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere." Diese Gelassenheit zieht sich auch durch den Umgang mit eigenen Fehlern - offen gesteht er ein, den KI-Boom an den Märkten unterschätzt und dieselben Trading-Fehler aus 2017/18 später bei Krypto wiederholt zu haben: „Ich muss nicht richtig liegen." Die Verantwortung, die mit seiner Reichweite einhergeht, nimmt er dagegen sehr ernst - Betrugsfälle mit Deepfake-Profilen, die ihn mit KI nachahmen, und Nachrichten von Menschen, die ihr Geld verloren haben, machen ihn traurig, aber nicht zynisch. Sein Antrieb bleibt, anderen zu helfen, auch wenn er dafür bis zu 1.000 Nachrichten am Tag persönlich beantwortet. Besonders wichtig ist ihm dabei seine Unabhängigkeit: „Wir sind nicht finanziell davon abhängig ... das macht mich sehr frei." Seine Kernbotschaft am Ende des Gesprächs bringt es auf den Punkt:
„Wenn du dich mit deinem Portfolio nicht wohlfühlst, dann bist du nicht richtig investiert."
Wer ist Mirco Recksiek?
Mirco Recksiek kam schon als Teenager über seinen Opa und dessen Teletext-Kurstafeln mit der Börse in Kontakt - sein erster Aktienkauf mit 16 Jahren vom Weihnachtsgeld endete nach einem kurzen Höhenflug im Totalverlust. Nach Bankausbildung und Studium mit Auslandssemester in Prag stieß er 2016 eher zufällig auf Bitcoin, als er einer Kommilitonin bei einer Präsentation zum Thema helfen sollte - er investierte daraufhin 10.000 Euro und ließ sich seither nicht mehr von der Technologie los. Es folgten Jahre als Blockchain-Berater für Großunternehmen und als Dozent für Tokenökonomie an der Frankfurt School of Finance & Management, bevor er 2020 während der Pandemie mit Bitcoin2Go den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Heute gehört sein Kanal zu den bekanntesten deutschsprachigen Krypto-Marken - während 95 % der Plattformen aus dem Hype-Jahr 2021 längst wieder verschwunden sind. Sein Credo: Informationen teilen, keine Kaufempfehlungen geben - und jedem, der Hilfe braucht, persönlich zur Seite stehen, selbst wenn es um verlorenes Geld geht.
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