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Buchtipp aus dem Podcast

Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds von Charles Mackay

Empfohlen von David Pieper.

Charles Mackay (1814–1889) war ein schottischer Journalist und Dichter. Das Buch erschien 1841, zuerst unter dem Titel „Memoirs of Extraordinary Popular Delusions“ in drei Bänden. Die zweite Auflage von 1852 hat zwei Bände.

Auf Deutsch: „Zeichen und Wunder. Aus den Annalen des Wahns“ (Eichborn, 1992).

Was die Gäste über das Buch sagen

Diesmal ist es nicht anders

„Dann [Charles Mackay], ist aber ein ziemlich dicker Wälzer. Da werden alle Finanzkrisen durchgearbeitet. Fand ich auch super spannend. Sich mal anschauen, eine Tulpenblase und so weiter. Wie kann das passieren? Und da sagen alle, heutzutage, das wird nie mehr passieren. Wir sind doch viel klüger, viel weiter. Nope.“
David Pieper Folge 10: Vom Bankanalysten zum Options-Stillhalter: Wie David Pieper mit technischer Analyse ein zweites Börseneinkommen aufbaut ▶ 1:02:23 auf YouTube

Worum es geht

Mackay sammelt Fälle, in denen ganze Gesellschaften einer Idee hinterherlaufen. Für Anleger zählt vor allem der erste Band mit drei Finanzblasen: die Tulpenmanie in den Niederlanden im 17. Jahrhundert, die Mississippi-Blase in Frankreich (1719–1720) und die Südseeblase in England (1711–1720). Die übrigen Teile handeln von Massenirrtümern außerhalb der Börse.

Historiker wie Peter Garber und Anne Goldgar halten Mackays Darstellung der Tulpenmanie für übertrieben. Er schrieb als Journalist, nicht als Wissenschaftler. David Pieper empfiehlt das Buch in Folge 10 trotzdem, weil es zeigt, dass jede Generation glaubt, ihr passiere so etwas nicht mehr.

Für wen es passt

Für dich, wenn du gerade in einem Hype steckst und dir sagst, diesmal ist es anders. David Pieper nennt es einen dicken Wälzer und empfiehlt es zusammen mit „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon, wenn du verstehen willst, wie die Masse an der Börse tickt.

📚 Begriffe zum Buch

Die Folgen dazu