Daytrading & Swing-Trading: Interviews mit Profi-Tradern
Die meisten Gäste halten eine Aktie Monate oder Jahre. Hier geht es um Trader, die Minuten bis Tage dabei sind: wo sie einsteigen, wo der Stop sitzt und was passiert, wenn man gegen den Markt hält.
Die Folgen der Reihe
Ganze Reihe auf YouTube →Wie kurz handeln die Gäste?
Oliver Klemm handelt fast nur den DAX-Future (ab 42:57). Er analysiert im 15-Minuten-Chart und steigt im 3- oder 1-Minuten-Chart ein (ab 45:27). Wie teuer es wird, wenn man gegen den Markt hält, erzählt er offen: An einem einzigen Tag hat er 368.000 Euro verloren, weil er den ganzen Tag auf die Umkehr gewartet hat (ab 1:58:54).
Dirk Siebenhaar ist Swing-Trader. Im Schnitt hält er eine Aktie acht bis zehn Tage, Verlusttrades fliegen meist schon nach ein bis zwei Tagen raus (ab 1:37:23). Den Stop setzt er fast immer direkt nach dem Einstieg unter das Tagestief. Möglich macht das der Einstieg im 5-Minuten-Chart (ab 1:38:30).
Wieland Arlt hat als Daytrader angefangen (ab 3:06). Heute reist er zu viel, um jeden Tag zur selben Zeit vor dem Chart zu sitzen. Deshalb ist er auf Swing-Trading umgestiegen: Die Analyse macht er abends, die Trades laufen dann ein paar Tage (ab 3:37).
Rüdiger Born handelt seine Aktien nicht intraday. Er hält sie meist einige Stunden bis wenige Tage (ab 31:50). Den Stop setzt er dorthin, wo die Idee des Trades aufgeht, nicht dorthin, wo es sich gut anfühlt: „Börse ist kein Ort fürs Wohlfühlen.“ (ab 55:38) Am Anfang seiner Laufbahn verlor er 29.000 Mark an einem Nachmittag und war sicher, dass er Traden nie lernt (ab 2:00:21).
Die Ansätze der Gäste
- Wieland Arlt: 20 Jahre Börsenpsychologie, die Finanzkrise 2008/2009 als Wendepunkt und der Plan, Trading-Expertise zu zertifizieren.
- Dirk Siebenhaar: warum sein öffentliches Depot besser läuft als das private, und was ein Verlust von 7.000 Euro damit zu tun hat.
- Oliver Klemm: 44 Jahre Börse, über 1,5 Millionen Trades und eine Regel: nie gegen die Struktur des Marktes halten.
- Rüdiger Born: sein Elliott-Wellen-System BORNbars und warum Trendlinien im Chart für ihn nichts verloren haben.






