Podcast-Gast · Folge 38
Dr. Marc Faber
Dr. Marc Faber will nach 40 Jahren steigender Vermögenspreise vor allem erhalten, was er verdient hat. Er misst Aktien an Edelmetallen und hält Gold physisch, außerhalb des Bankensystems und verteilt auf mehrere Länder.
Über Dr. Marc Faber
Dr. Marc Faber wurde 1946 geboren, schloss sein Studium 1969 mit einem Doktortitel ab und begann 1970 in New York zu arbeiten. Heute führt er die Marc Faber Limited und gibt seit 1990 ohne Unterbrechung seinen monatlichen Börsenbrief The Gloom, Boom & Doom Report heraus. Bekannt wurde er als Dr. Doom, weil er früh und gegen den Strom vor Übertreibungen gewarnt hat. Er lebt seit rund 25 Jahren zurückgezogen in Chiang Mai in Nordthailand.
So investiert Dr. Marc Faber
Aus dem Gespräch in Folge 38 zusammengefasst. Jede Aussage ist mit der Stelle im Video belegt.
Märkte und Instrumente
Die amerikanische Börse und vor allem Technologieaktien hält er für weit überbewertet. Andere Märkte der Welt sieht er als relativ günstig, wenn auch nicht als billig.
„Recherchen nehme ich an, dass die amerikanische Börse weit überbewertet ist“
▶ Folge 38 · 12:22
Auswahl und Einstieg
Er versucht zu kaufen, wenn eine Anlage nicht besonders teuer ist, und vergleicht Preise untereinander, etwa Gold mit Öl, Weizen oder Sojabohnen.
„Man sollte natürlich versuchen zu kaufen, wenn diese Anlageobjekte nicht besonders teuer sind“
▶ Folge 38 · 21:50
Portfolio und Positionsgröße
Gold hält er physisch in Tresoren außerhalb des Bankensystems, verteilt auf mehrere Länder und Rechtsordnungen. Auch Bargeld auf der Bank hält er nicht für sicher.
„in einem Tresor und außerhalb des Bankensystems, aber in verschiedenen Rechtslagen, in verschiedenen Ländern“
▶ Folge 38 · 27:32
Risiko und Verkauf
Nach 40 Jahren Inflation der Vermögenswerte will er in den nächsten Jahren möglichst wenig verlieren statt möglichst viel verdienen. Auf fallende Kurse zu setzen, hält er für ungeeignet, solange Notenbanken Geld drucken.
„Also nicht möglichst viel zu verdienen, sondern möglichst viel zu erhalten, das man bereits verdient hat“
▶ Folge 38 · 19:55
Fehler und was daraus wurde
Negative Zinsen in der Schweiz, in Europa und in Japan hat er nie für möglich gehalten. Rückblickend wäre es anlagemäßig wohl am besten gewesen, jedes Jahr seine Ersparnisse in den S&P 500 zu stecken und die Dividenden wieder anzulegen.
„Und dass wir in der Schweiz und europäischen Ländern und in Japan negative Zinsen hatten, das hätte ich nie gedacht“
▶ Folge 38 · 44:48
Arbeitsweise und Werkzeuge
Er hat sich intensiv mit Wirtschaftsgeschichte befasst, vor allem mit Konjunktur-, Aktien- und Rohstoffzyklen. Seine Ansichten verkauft er in einem eigenen Anlagebrief, dem Gloom Boom & Doom Report.
„Und die Konjunkturzyklen haben mich immer sehr stark interessiert, wie auch Aktienzyklen und Rohstoffzyklen“
▶ Folge 38 · 29:06
Aktien gegen Edelmetalle messen
Ob Aktien real Geld verdient haben, prüft er am Vergleich mit Edelmetallen. Steigen Aktien weniger als Gold und Silber, haben sie für ihn an Kaufkraft verloren.
„Man kann das zum Beispiel messen im Vergleich von Aktien zu Edelmetallen“
▶ Folge 38 · 15:11
Zehn Jahre ohne Handel
Müsste er einmal anlegen und dürfte dann zehn Jahre nichts mehr ändern, würde er für den Erhalt der Kaufkraft eher Edelmetalle wählen als Bitcoin und andere Kryptowährungen.
„Aber wenn ich jetzt zehn Jahre in ein Gefängnis gehen müsste und nicht mehr handeln könnte“
▶ Folge 38 · 23:08
Keine Sicherheit über die Zukunft
Obwohl er seit Jahrzehnten öffentlich Einschätzungen abgibt, hält er Prognosen für unsicher. Niemand könne die Zukunft mit Sicherheit voraussagen.
„Ich persönlich habe keine große Ansichten über Prognosen, denn ich weiß ganz genau, dass niemand die Zukunft voraussagen kann, mit Sicherheit“
▶ Folge 38 · 3:54
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