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Was ist Gold als Geldanlage?
Gold: Definition, Beispiele und wie Profis aus dem Podcast damit umgehen.
Kurz erklärt
Gold ist ein Edelmetall, das Anleger als Wertspeicher und Krisenschutz halten. Es bringt keine Zinsen und keine Dividende, verdient wird nur über den Preis. Gehandelt wird es in US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Anleger kaufen es physisch als Barren und Münzen oder über Wertpapiere wie ETCs.
Definition von Gold
Gold ist ein Edelmetall und eine der ältesten Formen, Vermögen zu halten. Anders als bei einer Aktie steht kein Unternehmen dahinter, das Gewinne erwirtschaftet. Gold bringt weder Zinsen noch Dividende. Wer Gold hält, verdient nur, wenn der Preis steigt.
Der Preis entsteht aus Angebot und Nachfrage. Gekauft wird Gold für Schmuck, von der Industrie, von Anlegern und von Notenbanken. Das Angebot wächst langsam: Nach Zahlen des World Gold Council wurden bis Ende 2024 insgesamt rund 216.000 Tonnen gefördert. Zu einem Würfel gegossen hätte das eine Kantenlänge von gut 22 Metern.
Notenbanken kaufen seit einigen Jahren besonders viel. 2024 waren es laut World Gold Council 1.045 Tonnen, das dritte Jahr in Folge über 1.000 Tonnen.
Wie legt man in Gold an?
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt. Eine Feinunze sind 31,1 Gramm. Für Anleger gibt es vier übliche Wege:
| Barren und Münzen | physisch, im eigenen Besitz |
|---|---|
| ETCs | börsengehandelt, oft mit Anspruch auf Auslieferung |
| Goldminenaktien | plus Risiko des Unternehmens |
| Futures | mit Hebel, eher für Trader |
Beim physischen Kauf fällt ein Aufschlag auf den Goldpreis an, bei kleinen Münzen meist mehr als bei großen Barren. Beim Verkauf zahlt der Händler weniger, als er beim Kauf verlangt. Dazu kommen Kosten für Lagerung und Versicherung.
Für Anleger im Euroraum zählt neben dem Goldpreis auch der Wechselkurs. Ein Beispiel:
| Goldpreis je Feinunze | 3.000 $ |
|---|---|
| Feinunzen je Kilo | 32,15 |
| Kilopreis in Dollar | 96.450 $ |
| Wechselkurs | 1 € = 1,15 $ |
| Kilopreis in Euro | rund 83.870 € |
Steigt der Euro auf 1,25 Dollar und der Goldpreis bleibt gleich, ist das Kilo nur noch rund 77.160 Euro wert. Das sind etwa 8 Prozent weniger, ohne dass sich der Goldpreis bewegt hat.
Gold in der Praxis
Die meisten Anleger halten Gold als Beimischung, nicht als Kern des Depots. Es soll in Krisen und bei Geldentwertung stabilisieren. Das klappt nicht immer: In einer Panik verkaufen viele Marktteilnehmer alles, was sich schnell verkaufen lässt, auch Gold.
Worauf Anleger bei Gold achten:
- Steuern: In Deutschland und Österreich ist der Gewinn aus physischem Gold nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Anlagegold ist in der EU von der Mehrwertsteuer befreit, Silber nicht.
- Lagerung: zu Hause, im Bankschließfach oder im Tresor eines Händlers. Wer viel hält, verteilt es oft auf mehrere Orte.
- Kosten: Aufschläge beim Kauf, Abschläge beim Verkauf, Gebühren für Lagerung und Versicherung.
- Währung: Gold notiert in US-Dollar. Für Anleger aus dem Euroraum schwankt der Wert zusätzlich mit dem Wechselkurs.
Gold ist kein ruhiges Investment. Nach dem Hoch von 1980 dauerte es bis 2008, bis eine Feinunze in Dollar wieder so viel kostete.
Gold bei [Bulle & Mensch]
Gold taucht in vielen Gesprächen bei [Bulle & Mensch] auf, mit sehr unterschiedlichen Haltungen. Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat sein Gold 2004 gekauft und seitdem nichts mehr getan. Für ihn ist es eine Versicherung gegen einen schweren Finanzcrash. Bernhard Mitterlehner sieht Gold als eine von vielen Anlageklassen und kauft bevorzugt im Jänner, wenn es saisonal stark läuft.
Wie Gold gelagert wird, ist für mehrere Gäste Teil der Anlage. Thomas Sparkojote rät zu einem guten Bankschließfach, am besten an mehreren Orten. Einen inneren Wert spricht er Gold trotzdem ab. Manuel Stier, der beruflich mit Edelmetallen handelt, hält die Menge für stark begrenzt. Dr. Hendrik Leber sieht das anders: Steigt der Preis, wird einfach tiefer gegraben, das Angebot ist also nicht fest begrenzt.
💬 Was unsere Gäste über Gold sagen
Wörtliche Aussagen aus den Originalgesprächen von [Bulle & Mensch]. Sie geben die Sicht der jeweiligen Gesprächspartner wieder, nur Füllwörter wurden entfernt. Die Sprungmarke führt an die Stelle im Video.
Unterschiedliche Perspektiven
| Gast | Ansatz |
|---|---|
| Dr. Dr. Rainer Zitelmann | Seit 2004 gehalten, ohne etwas zu tun |
| Mirco Recksiek | Wertspeicher, aber zuletzt viel gehandelt |
| Manuel Stier | Begrenzte Menge, stabile Nachfrage |
| Bernhard Mitterlehner | Saisonal stark im Jänner und Februar |
| Thomas Sparkojote | Bankschließfach, am besten an mehreren Orten |
Die Aussagen im Wortlaut
Seit 2004 gehalten, ohne etwas zu tun
„Wenn Sie das Gold nehmen, was ich erwähnt habe, 2004 gekauft, was habe ich gemacht seitdem? Nur öfters mal die Versicherungsumme vom Schließfach in der Bank nachgezogen. Sonst musste ich ja nichts machen.“
Wertspeicher, aber zuletzt viel gehandelt
„Gold hat ja schon trotzdem noch die Idee, Wertspeicher zu sein. Wir wissen aber beide, wenn man den Goldmarkt in den letzten zwölf Monaten sich anschaut, dann hat das nichts mit Wertspeicher zu tun. Es war auch sehr viel rauf und runter getradet.“
Begrenzte Menge, stabile Nachfrage
„Also diese Menge ist begrenzt. Natürlich gibt es immer noch mal [ein] paar Ressourcen, die gefunden werden, aber im Prinzip ist die Menge stark begrenzt. Und die Nachfrage war historisch gesehen [anhaltend] stabil.“
Saisonal stark im Jänner und Februar
„Gold und auch Silber läuft am besten im Jänner und im Februar. Dafür gibt es auch Begründungen […]. Das ist einerseits die Hochzeitssaison in Indien, wo traditionell sehr viel Gold verschenkt wird.“
Bankschließfach, am besten an mehreren Orten
„Da muss man einfach beim Gold gucken, da muss man dann schon ein gutes Bankschließfach haben bei einer guten Bank […]. So ein Bankschließfach kostet 100, 200 Euro oder 100 bis 200 Franken, da hat man vielleicht auch mehrere an mehreren Orten, dass man da nicht alles auf einmal verliert.“
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- „Wie geht Dr. Dr. Rainer Zitelmann mit Gold um?“
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