Wie lange halten Profis eine Position, wann verkaufen sie, wie gehen sie mit Verlusten um? Filtere nach Anlagestil und Markt und stell bis zu drei Profis nebeneinander. Jede Antwort mit Beleg im Video.
Swing-Trading · Trendfolge und Momentum · Charttechnik
Als Daytrader hielt er Positionen Minuten bis Stunden und kam auf 5 bis 15 Trades am Tag, insgesamt rund 65.000 bis 70.000. Heute eröffnet er mit seinen Lesern ein oder zwei Positionen pro Woche und hält sie Wochen bis Monate.
„eröffnen wir eine Position in der Woche oder zwei. Und die werden dann Wochen und Monate gehalten.“▶ 1:39:14 in Folge 40
Ein Unternehmen gehört für ihn nicht für sechs oder zwölf Monate ins Portfolio, sondern idealerweise für zehn Jahre. Geldanlage versteht er wie eine Ehe, in der man nicht jeden Morgen alles umräumt. Seine Fondsmanager dürfen auch ein, zwei Jahre danebenliegen.
„Ich kaufe nicht ein Unternehmen für die nächsten sechs Monate oder zwölf Monate“▶ 27:24 in Folge 39
Er macht viel Daytrading, hält Positionen aber auch über Nacht und übers Wochenende, wenn ein größerer Trend läuft. Kaufen und lange liegen lassen passt nicht zu ihm, dafür ist er nach eigener Aussage zu ungeduldig.
„Ich bin bereit, Positionen auch über Nacht, auch über das Wochenende zu halten.“▶ 13:01 in Folge 37
Langfristig investieren · Value und Qualität · Dividende
Er hält über Jahrzehnte. Viele Aktien liegen seit 10, 20 oder 25 Jahren im Depot. Verkauft hat er nur in Ausnahmefällen, etwa drei oder vier kleine Positionen, als er Geld für eine Immobilie brauchte.
„Ja, über Jahrzehnte. habe also viele Aktien bei mir im Depot, 10, 20 Jahre, 25 Jahre mit dabei.“▶ 08:44 in Folge 36
Das Ziel ist, jede Aktie für immer zu halten und an den Gewinnen des Unternehmens zu verdienen. Er steigt aus, wenn es kein Qualitätsunternehmen mehr ist oder die Bewertung zu hoch wird.
„Ich kaufe ein Unternehmen, weil ich es für immer behalten will und weil ich von den Gewinnen vom Unternehmen profitieren will.“▶ 33:19 in Folge 35
Bei Immobilien plant er mit zehn Jahren und mehr, auch weil Gewinne im Privatvermögen erst danach steuerfrei sind. Das Gold hält er seit 22 Jahren, den Aktienfonds seit acht Jahren.
„Mit langen meine ich im Immobilienbereich zehn Jahre plus“▶ 56:40 in Folge 33
Langfristig investieren · Value und Qualität · Trendfolge und Momentum
Einzelaktien hält sie mindestens Monate, eher Jahre. Kurzfristiges Trading überlässt sie Leuten, die das hauptberuflich machen, weil es viel Zeit kostet.
„Also für die Einzelaktien, mein Anlagehorizont sind mindestens Monate, eher Jahre.“▶ 1:14:19 in Folge 32
Die meisten Trades dauern 7 bis höchstens 15 Minuten. Er analysiert im 15-Minuten-Chart und handelt im 3- oder 1-Minuten-Chart. Stundenkerzen sind ihm zu lang, weil die Stopps dafür zu weit wären.
„in der Regel zwischen 7 und maximal vielleicht 15 Minuten. Ja, es gibt auch Ausnahmen, aber die meisten sind in dem Fenster.“▶ 45:59 in Folge 31
Langfristig investieren · Value und Qualität · Systeme und KI
Leber setzt auf langen Atem. Berkshire Hathaway liegt seit fast 30 Jahren ununterbrochen im ersten Fonds, den er 30 Jahre am Stück gemanagt hat. Kurzfristig kann er Rendite nach eigener Aussage nicht steuern.
„Wir haben eine Aktie, die Berkshire, seitdem ununterbrochen dabei.“▶ 1:24:41 in Folge 28
Gum sieht sich als „Slow Trader“ im Stil von Warren Buffett. Aktien bleiben Monate, manche Jahre im Depot, solange der Investment Case stimmt.
„wir sind eher die Slow Trader und Warren Buffett Style auch wir halten auch mehr gerne Aktien Monate oder manche Aktien auch Jahre“▶ 42:50 in Folge 23
Mittelfristig investieren · Trendfolge und Momentum · Charttechnik
Die Haltedauer hängt von der Rolle des Werts ab. Große, gut positionierte Titel hält er als längerfristige „Langläufer“. Kleinere, speziellere Werte prüft er täglich.
„Das ist so eine Langläufer Aktie, die ich da drin haben will und die sehe ich auch erstmal als längerfristige Position“▶ 57:12 in Folge 22
Langfristig investieren · Value und Qualität · Nebenwerte und Sondersituationen
Sein Horizont liegt bei fünf Jahren pro Unternehmen. Kleine Unternehmen hält er länger als große, wenn sie gut laufen. Ein Oldenburger Unternehmen hat er seit mehr als zehn Jahren im Portfolio.
„ich möchte jedes Unternehmen, in das ich investiere, in 5 Jahren investiert haben.“▶ 36:02 in Folge 21
Meist bleibt er zwei Monate bis ein halbes Jahr in einer Position, manche schließt er schon nach 20 Tagen. Die Puts kauft er mit langer Laufzeit, möglichst über sechs bis neun Monate hinaus. Bringt ein kurzer Kursschub 30 Prozent annualisiert, nimmt er den Gewinn früher mit.
„zwei Monate bis halbes Jahr, das ist so die übliche Laufzeit, ich drinnen bin.“▶ 1:13:11 in Folge 20
Sie sieht sich als Swing Traderin, nicht als Daytraderin. Eine Position bleibt so lange im Depot, wie sie gut läuft. Eine feste Zeitgrenze gibt es nicht.
„ich halte die Position so lange, wie sie gut hält. Also es ist ein klassisches Swing Trading, da ist die Zeit nicht begrenzt“▶ 03:24 in Folge 19
Swing-Trading · Makro und Rohstoffe · Charttechnik
Er ist Swing Trader und plant jeden Trade am Vorabend für den nächsten Handelstag. Wie lange er im Markt bleibt, richtet sich nach dem Trend. Bei einem wetterbedingten Trend wie im Kakao bleibt er bis zu 12 Monate dabei.
„Da ich ein Swing Trader bin, kein Day Trader wie gesagt.“▶ 46:46 in Folge 18
Die durchschnittliche Haltedauer liegt bei acht bis zehn Tagen. Verlusttrades werden meist nach ein bis zwei Tagen ausgestoppt, weil die besten Aktien direkt ins Plus laufen.
„die durchschnittliche Haltendauer, die ich im Moment habe, sind glaube ich acht bis zehn Tage“▶ 1:37:23 in Folge 15
Langfristig investieren · Nebenwerte und Sondersituationen · Value und Qualität
Kauft er eine Aktie, plant er drei bis fünf Jahre ein. Fällt sie vorher aus seinen Top 25, verkauft er früher. Er sieht sich als 90 Prozent Investor und 10 Prozent Trader.
„Also der Ansatz ist erst mal, dass ich da mindestens drei bis fünf Jahre investiert bin.“▶ 48:30 in Folge 12
Die Aktien aus einer Kapitalerhöhung bekommt er meist etwa eine Woche nach der Zeichnung. Manchmal bleibt er einige Wochen oder zwei bis drei Monate investiert, um den Kurs nicht durch schnelle Verkäufe zu drücken.
„wir versuchen schon auch in solchen Geschäften manchmal vielleicht länger drin zu bleiben, paar Wochen, vielleicht auch sogar noch länger, zwei, drei Monate“▶ 1:03:27 in Folge 11
Mittelfristig investieren · Nebenwerte und Sondersituationen · Trendfolge und Momentum
Er ist kein Daytrader. Ein kurzfristiger Trade dauert bei ihm eine Woche, sonst will er langfristige Trends erkennen und laufen lassen. Statt Gewinne mitzunehmen, zieht er lieber den Stopp nach.
„weil ich kein Day Trader bin, sondern bei mir ein kurzfristiger Trade ist eine Woche und das ist schon wirklich sehr kurzfristig.“▶ 1:30:36 in Folge 8
Er startete als Daytrader. Weil er viel reist und Daytrading jeden Tag zwei bis drei Stunden zur festen Zeit verlangt, ist er auf Swing Trading umgestiegen. Positionen laufen einige Tage, abgesichert mit Stop und Limit.
„Dann kann ich die Dinge auch ein paar Tage laufen lassen, beziehungsweise mit Stop und Limit versehen.“▶ 03:37 in Folge 7
Beruflich setzt er nur kurzfristige Strategien ein, seine Handelsroboter arbeiten im Ein-Minuten-Zeitfenster. Selbst eine Minute ist ihm für ein Signal oft zu lang, deshalb reagieren seine Indikatoren schon auf die sich öffnende Kerze.
„Denn auf einem Timing-Frame von einer Minute kann eine Minute unglaublich lang sein, wenn der Markt in Bewegung“▶ 43:10 in Folge 6
Mittelfristig investieren · Optionen und Derivate · Trendfolge und Momentum
Ein einzelner Optionsschein ist auf etwa ein Jahr im Depot angelegt. Läuft er gut, verkauft Schulze ihn und kauft den nächsten mit angepassten Parametern. Die Basiswerte selbst bleiben oft deutlich länger im Depot.
„die sind geplant, dass die schon mal ein Jahr im Depot liegen. Und wenn es gut läuft, verkaufe ich das eine Produkt“▶ 1:30:41 in Folge 4
Er setzt auf Long-Term-Plays und handelt nicht intraday. Aktienverkäufe der letzten Jahre kann er an einer Hand abzählen. Nvidia hält er seit dem ersten Kauf 2017.
„Also ich kann an einer Hand abzählen, wenn ich Aktien verkaufe über die letzten paar Jahre versus Aktienkäufe.“▶ 48:51 in Folge 2
Seine Elliott-Wave-Trades sind Swing-Trades auf dem Tageschart. Entweder sucht er einen guten Einstieg für ein Investment, oder er hält die Position einige Wochen.
„Entweder man sucht einen guten Einstieg für Investment oder man sagt, es ist wirklich ein Trade für ein paar Wochen.“▶ 1:28:37 in Folge 1