Dr. Carmen Mayer hat 2017 mit 2.000 Euro und Long Calls angefangen, hochschwanger, ohne Vorwissen an der Börse. Heute handelt die promovierte Biochemikerin ein siebenstelliges Depot, ohne Nachrichten, ohne Indexfonds und ohne einen einzigen gesetzten Stop im Markt. Ihr Ansatz ist unbequem einfach: fünf Fundamentalkennzahlen, ein Chart, eine Ausstiegsgrenze im Kopf.
Dr. Carmen Mayer ist promovierte Biochemikerin, zweifache Mutter und handelt ein siebenstelliges Depot ausschließlich an den US-Märkten. Sie kombiniert fundamentale Auswahl mit technischer Chartanalyse und unterrichtet denselben Ansatz seit 2020 in ihrem eigenen Coaching.
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Was hat Dr. Carmen Mayer zu diesem Thema gesagt? Die KI durchsucht diese Folge und alle anderen nach ihren Original-Aussagen, mit Timestamp und Fundstelle.
Jetzt fragenKapitel
- 00:00:00Einleitung: Von der Biochemie an die US-Börse
- 00:01:10⚡ Börsenpsychologie: Warum Frauen regelbasierter handeln
- 00:15:20Informationsreduktion: Weniger News, klarere Entscheidungen
- 00:26:45Mindset & Glaubenssätze: Was den Anlageerfolg blockiert
- 00:39:15Geldentwertung & Asset Allocation: Die veränderten Spielregeln
- 00:51:30Der Auslöser: Von „Rich Dad Poor Dad“ zur aktiven Anlage
- 01:04:10Kurven-Analytik: Vom Labor-Chart zum Aktien-Chart
- 01:17:35Einstieg mit Hebel: Long Calls mit 2.000 Euro Echtgeld
- 01:28:50Technische Analyse: Backtesting auf Millimeterpapier
- 01:41:15Mami goes Millionär: Gegenwind, Proof & Mission
- 01:52:40Marktpanik: Warum sie 2-3 Tage nicht ins Depot schaut
- 02:01:10Fundamentalanalyse: Fünf Kennzahlen über zehn Jahre
- 02:11:45⚡ Trading ohne feste Stops: frei entscheiden statt ausgestoppt werden
- 02:18:20Mentale Glasdecken: 100.000 Euro und was danach kommt
- 02:22:30⚡ Fazit: Die eiserne 30-%-Regel
Aufnahmedatum: 21.05.2026
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Die wichtigsten Erkenntnisse
- Eine Ausstiegsregel im Kopf statt Stops im Markt: „nie mehr als 30 % Verlust pro Aktie“. Das ist der Satz, den sie sich an den Bildschirm kleben würde. Feste Stops nutzt sie selbst nicht („ich arbeite nicht mit Stops“), in der eigenen Ausbildung führt sie sie für Teilnehmer trotzdem ein.
- Kein Index als Kerninvestment: Sie hält den MSCI World bewusst nicht. Outperformer mit starken Fundamentaldaten schlagen für sie den Durchschnitt.
- Fünf Kennzahlen, zehn Jahre: Mit einem selbst entwickelten Excel-Tool prüft sie fünf fundamentale Kennzahlen über zehn Jahre, ergänzt um TradingView-Charts und die Finviz-Heatmap. Mehr Tools nutzt sie nicht.
- Panik aushalten statt reagieren: An Crash-Tagen schaut sie zwei bis drei Tage bewusst nicht ins Depot: „Zwei, drei Tage killt unser Depot nicht.“
- Frauen vs. Männer im Coaching: Aus ihrer Erfahrung als Trainerin: Frauen halten sich stärker an Regeln, Männer lassen das Ego früher eingreifen und nehmen Gewinne zu früh mit.
- Die Glasdecke ist real: Bei 100.000 Euro Depot eröffnete sie ein zweites Depot, nur um die sechsstellige Zahl nicht zu sehen. Erst mit dem wachsenden Unternehmen löste sich die Hürde.
- KI als Sparringspartner, nicht als Entscheider: Die KI riet ihr, Outperformer stärker zu gewichten statt gleichzugewichten. Das verbesserte ihre Performance. Rechnen lässt sie die KI nicht: „KI ist sehr auf Sicherheit bewusst.“
Was das für dich heißt
Dr. Carmen Mayer hat aus 2.000 Euro ein siebenstelliges Depot gemacht. Ihre Regeln sind einfach, und sie hält sich daran:
- Sie liest keine Nachrichten und entscheidet über Charts und Fundamentaldaten. Wie viele deiner letzten Käufe oder Verkäufe hat eine Schlagzeile ausgelöst?
- Sie lässt bei keiner Aktie mehr als 30 Prozent Verlust zu. Weißt du vor dem Kauf, bei welchem Verlust du aussteigst?
- Sie öffnet an Paniktagen ihr Depot nicht und schaut erst zwei, drei Tage später wieder hinein. Was machst du an einem Tag, an dem alle in Panik verkaufen?
- Sie hat immer einen persönlichen Coach an ihrer Seite. Wer sagt dir ehrlich, wo du dich selbst bremst?
📚 Begriffe aus dieser Folge
Wie Carmen Mayer aus 2.000 Euro ein siebenstelliges Depot gemacht hat
Der Einstieg kam über eine Konferenz: entspannte Männer, die von Optionen und Hebeln sprachen, während Carmen Mayer hochschwanger danebensaß. Ein Referent verkaufte ihr keinen Börsenbrief, sondern sagte ihr, sie solle es selbst lernen. Sie kaufte jedes Optionsbuch, das es gab, zeichnete Kurven auf ein Whiteboard in der Küche und handelte ihre ersten 2.000 Euro direkt im Echtgeldkonto: nur Long Calls, nur US-Werte. Der Corona-Crash 2020 war der erste echte Test: Sie ging komplett in Cash und kam im Juni zurück in den Markt. Danach kippte der Schwerpunkt: Weil Long Calls bei mehreren Millionen Depotvolumen an Liquiditätsgrenzen stoßen, hebelt sie heute über Margin und schreibt Stillhaltergeschäfte. Für den Doktortitel, den Bekannte für verschwendet hielten, hat sie eine eigene Antwort gefunden: „Mein Vermögen ist mein Proof.“
So funktioniert Carmen Mayers Outperformer-Strategie
Märkte/Assets: ausschließlich US-Aktien wegen der Liquidität, kein MSCI World, keine deutschen Werte als Kerninvestment, dazu Optionen (heute Stillhaltergeschäfte) und Margin-Hebel bei größerem Depot
Strategie: Swing-Ansatz ohne feste Haltedauer: Positionen laufen, solange sie halten. Kein Day Trading
Auswahlprozess: (1) fünf Fundamentalkennzahlen über zehn Jahre im eigenen Excel-Tool, (2) Kurs- und Trendverlauf, (3) technische Chartanalyse in TradingView, (4) Finviz-Heatmap zur Marktorientierung
Edge: Gewinne laufen lassen statt früh zu ernten, plus konsequente emotionale Distanz zu Nachrichten
Risiko: keine gesetzten Stops, aber eine harte innere Grenze von maximal 30 % Verlust pro Aktie. Früher zusätzlich die Regel, nie mehr als 30 % des Kapitals in gehebelte Optionen zu stecken
Ziele: 80 % Rendite als selbst gesetztes Jahresziel, danach ein achtstelliges Depot. Das erklärte Endziel heißt Milliardärin
Wie Carmen Mayer als Investorin mit Glasdecken, Panik und Persönlichkeitsarbeit umgeht
Carmen Mayer redet über Zahlen so nüchtern wie über Bindungskurven im Labor, und über die eigene Psyche genauso offen. Die Glasdecke bei 100.000 Euro kennt sie aus erster Hand: Sie eröffnete ein zweites Depot, nur um die sechsstellige Zahl nicht sehen zu müssen. Der Panik-Tag Anfang August traf vor allem ihre Teilnehmerinnen. Sie selbst schaut seither an solchen Tagen zwei bis drei Tage bewusst nicht ins Depot. Analyse allein reicht ihr dabei nicht: Sie arbeitet mit Coaches, Affirmationen und Glaubenssatz-Arbeit, weil aus ihrer Sicht die mentale Grenze früher greift als die handwerkliche. Und sie hält wenig davon, das schnell haben zu wollen.
„Und diese on demand Welt zerstört eigentlich unsere Entwicklung.“
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