[Bulle & Mensch]
[Bulle & Mensch] Thema

Analyse: Worauf Profis bei Aktien wirklich schauen

Charttechniker und Fundamentalanalysten schauen auf völlig verschiedene Dinge, und beide verdienen Geld. Hier steht, welche Kennzahlen, Charts und Nachrichten die Profis wirklich nutzen.

Neue Antworten und Folgen zu Analyse in deinem Konto

Dein Lernweg

3 Schritte

1. Chart oder Fundamentaldaten entscheiden

Rüdiger Born handelt rein nach dem Chart, Dominik Doster ignoriert ihn. Viele verbinden beides.

Chart oder Fundamentaldaten? → · Charttechnik erklärt → · Fundamentalanalyse erklärt →

2. Die wichtigsten Kennzahlen kennen

Welche Zahlen schauen sich die Investoren an, bevor sie kaufen? Vom KGV bis zum Cashflow.

Welche Kennzahlen schaust du dir an? → · KGV erklärt → · Cashflow erklärt →

3. Nachrichten und Makro einordnen

Dr. Carmen Mayer liest keine Wirtschaftsnachrichten, andere bauen ihre Thesen auf Zinsen und Konjunktur. Was davon zählt, sagen die Profis selbst.

Welche Rolle spielen Nachrichten und Makro? → · Leitzins erklärt → · Sentiment erklärt →

Was die Profis sagen

Wörtlich, mit Stelle im Video

Über jeder Antwort steht der Stil des Gastes. So siehst du, welche Antwort zu deinem Stil passt.

Welche Kennzahlen schauen Profis sich an? Die Zahlen hinter der Aktienauswahl

Langfristig investieren · Value und Qualität: Bei ähnlichem KGV kauft er immer die bessere Firma

„Selbst wenn mir Google 16 ist und die Deutsche Telekom 12 […] würde ich immer Google kaufen. Weil du hast irgendwie zweistellige Wachstumsraten […] Riesenmarkt, Skalierbarkeit etc.“
Philipp Haas  Folge 25: Warum dieser Fondsmanager auf Gehalt verzichtet und nur verdient, wenn seine Anleger verdienen 30:54 auf YouTube

Langfristig investieren · Value und Qualität: Nach dem Absturz: Verschuldung, KGV, Dividendenrendite

„Ja, ich gucke, was ist das Problem und was für eine Verschuldung haben die, wie viele Mitarbeiter haben die, was haben die gemacht, was haben die angekündigt. […] also dann gucke ich aufs KGV, auf die Dividendenrendite.“
Tim Schäfer  Folge 36: Warum ein 70-Prozent-Crash für Tim Schäfer der Idealfall ist: Seine Krisen-Kauf-Regel 51:13 auf YouTube

Langfristig investieren · Dividende: Cashflow positiv, Bewertung günstig, Dividende stabil

„Cashflow positiv, ja. Bewertung günstig. Dividende ja. Dividende langfristig gegeben. Sie schwankt auch nicht.“
André Doerk Folge 17: Dividendenfabrik: 8 % Dividende in Märkten, die kaum ein Privatanleger kennt 36:24 auf YouTube

Alle 9 Antworten lesen →

Chart oder Fundamentaldaten? Worauf Profis ihre Entscheidung stützen

Swing-Trading · Charttechnik und Price Action: Für ihn zählt nur der Preis

„Preis. Punkt. Alles andere ist entweder eine mathematische Ableitung, Indikatoren und Oscillatoren oder eben tiefergehende Interpretationen wie Volumen, da du einfach Informationen dazu legst.“
Wieland Arlt Folge 7: Was dein Depot über dich verrät: Warum IFTA-Präsident Wieland Arlt Kontoauszügen nicht traut 50:29 auf YouTube

Swing-Trading · Charttechnik und Price Action: Purist: nackter Chart ohne Indikatoren

„Ich bin Purist, ich gucke auf einen nackigen Chart. Ich brauche überhaupt nichts. Mir reicht alleine der Chart.“
Rüdiger Born Folge 34: Deine Charts lügen: Warum Rüdiger Born keine einzige schräge Trendlinie zeichnet 39:08 auf YouTube

Daytrading · Charttechnik und Price Action: Jede Information und Meinung steckt im Preis

„Ja, weil überleg doch mal, wenn du eine Information hast, egal welche, dann wirst du die Aktie kaufen oder verkaufen. Wenn du eine Meinung hast, wirst du die Aktie kaufen oder verkaufen. Und all das kann ich im Preis im Chart sehen.“
Oliver Klemm Folge 31: Die 368.000-Euro-Trader-Falle: Warum Oliver Klemm nie mehr gegen den Markt hält 07:56 auf YouTube

Alle 10 Antworten lesen →

Welche Rolle spielen Nachrichten und Makro für Profis?

Swing-Trading · Trendfolge und Momentum: Liest keine Nachrichten, nur Charts und Fundamentaldaten

„Ich lese wirklich keine Nachrichten. Ich gucke Charts, ja. Ich gucke fundamental.“
Dr. Carmen Mayer Folge 19: Mami ist Millionärin: Das System hinter dem 3 Millionen-Depot 07:14 auf YouTube

Positionstrading · Makro und Rohstoffe: Ihn interessiert die Reaktion des Marktes auf die Meldung

„Also wir schauen uns da wie gesagt jetzt keine Nachrichten an sich an, sondern eher wie reagiert denn eigentlich der Markt.“
Robin Kömel  Folge 14: Robin Kömel wurde Trading-Weltmeister 2025: So funktioniert sein Regelwerk aus COT-Daten und Backtesting 45:11 auf YouTube

Swing-Trading · Trendfolge und Momentum: Seine Lehre aus der letzten Korrektur: Nachrichten zurückfahren

„Eine meiner Haupterfahrungen war auf jeden Fall Nachrichten zurückfahren. Nachrichten zurückfahren und andere Nachrichten, Trader-Informationen zurückfahren.“
Dirk Siebenhaar  Folge 15: Öffentlich traden als Disziplin-Trick: Wie Dirk Siebenhaar mit engen Stopps den MSCI World schlägt 1:54:21 auf YouTube

Alle 10 Antworten lesen →

Von wem du hier lernst

Alle Stile →

Begriffe zum Thema

Alle Begriffe →
BenchmarkAn der Börse ist die Benchmark der Vergleichsmaßstab, an dem Anleger und Fondsmanager die Rendite ihres Depots messen, meist ein breiter Aktienindex wie der MSCI World oder der S&P 500. Wer seine Benchmark übertrifft, erzielt Outperformance. Wichtig ist die Wahl eines passenden Index: Er sollte zur eigenen Anlagestrategie passen und eine realistische Alternative darstellen.Erklärt mit Zitaten → CashflowDer Cashflow ist der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens in einem Zeitraum, also das Geld, das tatsächlich zu- oder abfließt. Anders als der buchhalterische Gewinn lässt er sich schwerer beeinflussen. Investoren nutzen vor allem den freien Cashflow, um Qualität, Finanzkraft und Bewertung einer Aktie einzuschätzen.Erklärt mit Zitaten → CharttechnikDie Charttechnik ist eine Analysemethode, die aus dem bisherigen Kursverlauf und dem Handelsvolumen Rückschlüsse auf mögliche künftige Kursbewegungen zieht. Sie arbeitet mit Trends, Unterstützungen, Widerständen, Formationen und Indikatoren. Anders als die Fundamentalanalyse fragt sie nicht, was ein Unternehmen wert ist, sondern wie sich Angebot und Nachfrage im Chart zeigen. Viele nutzen sie vor allem für das Timing.Erklärt mit Zitaten → FundamentalanalyseDie Fundamentalanalyse ist eine Methode, den Wert eines Unternehmens aus seinen wirtschaftlichen Daten abzuleiten. Anleger prüfen dafür Geschäftsmodell, Bilanz, Gewinne, Cashflow und Bewertungskennzahlen wie das KGV. Liegt der Börsenkurs deutlich unter dem so ermittelten Wert, gilt die Aktie als unterbewertet. Das Gegenstück ist die Chartanalyse, die nur auf Kurs und Volumen schaut.Erklärt mit Zitaten → Gleitender DurchschnittDer gleitende Durchschnitt ist ein Trendindikator, der den durchschnittlichen Schlusskurs über eine feste Zahl zurückliegender Handelstage berechnet und mit jedem neuen Tag weiterrückt. Die bekannteste Variante ist die 200-Tage-Linie. Liegt der Kurs darüber und steigt die Linie, gilt der Trend als intakt. Ein Bruch nach unten wird oft als Warnsignal gelesen.Erklärt mit Zitaten → HandelsvolumenDas Handelsvolumen ist die Zahl der Aktien oder Kontrakte, die in einem bestimmten Zeitraum an der Börse den Besitzer wechseln. Es zeigt, wie viel Interesse und Geld hinter einer Kursbewegung steckt. Trader nutzen es, um Ausbrüche zu bestätigen, und es entscheidet darüber, wie leicht sich eine Position kaufen und wieder verkaufen lässt.Erklärt mit Zitaten → InflationDie Inflation ist der allgemeine Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen über einen längeren Zeitraum. Mit ihr sinkt die Kaufkraft des Geldes: Für denselben Betrag bekommt man weniger. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Für Anleger zählt deshalb die Realrendite, also die Rendite nach Abzug der Inflation.Erklärt mit Zitaten → KGVDas KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ist eine Kennzahl, die den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie setzt. Es zeigt, wie viele Jahresgewinne Anleger für eine Aktie bezahlen. Ein KGV von 15 bedeutet: Beim heutigen Gewinn dauert es 15 Jahre, bis das Unternehmen seinen Börsenwert verdient hat. Aussagekräftig wird es erst im Vergleich mit Branche und Wachstum.Erklärt mit Zitaten → LeitzinsDer Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen oder dort anlegen können. Mit ihm steuern Zentralbanken wie EZB und Fed die Geldpolitik. Steigende Leitzinsen verteuern Kredite und dämpfen oft die Aktienbewertungen, sinkende Zinsen gelten als Rückenwind für Aktien, Immobilien und andere Anlageklassen.Erklärt mit Zitaten → NebenwerteNebenwerte sind Aktien kleinerer und mittelgroßer börsennotierter Unternehmen, die nicht zu den großen Standardwerten eines Marktes gehören. Dazu zählen Small Caps und Mid Caps, in Deutschland etwa viele Werte aus MDAX und SDAX. Sie werden von weniger Analysten beobachtet und oft weniger gehandelt, was Chancen auf einen Informationsvorsprung, aber auch Liquiditätsrisiken mit sich bringt.Erklärt mit Zitaten → SentimentDas Sentiment ist die Stimmung der Anleger an der Börse, also wie optimistisch oder pessimistisch sie gerade auf einen Markt oder eine Aktie blicken. Gemessen wird es mit Umfragen, Positionierungsdaten und der Auswertung von Nachrichten und sozialen Netzwerken. Viele Profis lesen extreme Stimmung als Gegensignal: Große Euphorie gilt als Warnzeichen, große Angst als mögliche Chance.Erklärt mit Zitaten → Technischer IndikatorEin technischer Indikator ist eine Kennzahl, die nach einer festen Formel aus Kurs, Volumen oder beidem berechnet und im oder unter dem Chart angezeigt wird. Bekannte Beispiele sind der RSI, der MACD, die Bollinger-Bänder und gleitende Durchschnitte. Trader nutzen Indikatoren, um Trend, Schwung oder überkaufte Phasen zu erkennen. Die Zukunft kennen sie nicht.Erklärt mit Zitaten → Unterstützung und WiderstandUnterstützung und Widerstand sind Kursbereiche im Chart, an denen ein Kurs in der Vergangenheit wiederholt gedreht hat. An einer Unterstützung überwiegt das Kaufinteresse, an einem Widerstand das Verkaufsinteresse. Trader nutzen diese Marken, um Einstiege, Stopps und Ziele zu planen, und achten besonders darauf, ob eine Marke hält oder durchbrochen wird.Erklärt mit Zitaten → Zyklische AktienZyklische Aktien sind Aktien von Unternehmen, deren Umsätze und Gewinne stark vom Auf und Ab der Konjunktur abhängen. Typische Beispiele sind Autohersteller, Chemie, Stahl, Halbleiter oder Reedereien. Im Aufschwung steigen ihre Gewinne oft überproportional, im Abschwung brechen sie ein. Das Gegenstück sind defensive Aktien, etwa aus Basiskonsum, Gesundheit oder Versorgung.Erklärt mit Zitaten →

Weiterlernen

Weitere Themen

Alle Themen →